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LEXIKON

Isomre

Chemie
chemische Verbindungen, die aus der gleichen Zahl der gleichen Atome bestehen, die sich jedoch in der Art der Verknüpfung bzw. in der räumlichen Anordnung der Atome bzw. Atomgruppen unterscheiden. Dieser Unterschied in der Anordnung der Atome im Molekül ist der Grund für die unterschiedlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften von Isomeren. Man unterscheidet:
Isomere: Strukturisomere
Isomere: Strukturisomere
Oben: Benzolring mit Substituenten in verschiedenen Stellungen;
unten: Atome der Verbindung C2H6O, in verschiedener Reihenfolge angeordnet
1. Strukturisomere; die Atome der betreffenden Verbindungen sind in verschiedener Reihenfolge verknüpft, z. B. Ethylalkohol und Dimethylether, C2H6O, oder die Substituenten am Benzolring in verschiedenen Stellungen, z. B. Nitrophenol, C6H4(OH)NO2.
Isomere: Stereoisomere
Isomere: Stereoisomere
2. Stereoisomere; die Atome sind in gleicher Reihenfolge verknüpft, aber räumlich verschieden angeordnet, entweder infolge einer Doppelbindung (cis-, trans-Isomere) oder an einem asymmetrischen C-Atom (Kohlenstoffatom, das mit vier unterschiedlichen Atomen oder Atomgruppen verbunden ist); die Moleküle solcher Isomeren verhalten sich in ihrem räumlichen Aufbau wie Bild und Spiegelbild (Spiegelbildisomere), sie drehen beim Durchtritt von polarisiertem Licht die Ebene der Schwingungsrichtung (optische Aktivität). Der Begriff der Isomere wurde 1830 von J. J. Berzelius eingeführt.
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