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LEXIKON

ISDN

Abkürzung für integrated services digital network (digitales Fernmeldenetz für integrierte Dienste), Bezeichnung für ein System der digitalen Übertragungstechnik, von der Deutschen Telekom AG seit 1989 entwickelt. In der ersten Stufe wurde das IDN (Integriertes Text- und Datennetz), das Bildschirmtext, Telex, Teletex, DATEX-L, DATEX-P und Telefax umfasst, mit dem Fernsprechnetz zum Schmalband-ISDN vereint. Als einheitlicher europäischer Standard wurde Ende 1993 das Euro-ISDN eingeführt. Das Breitband-ISDN mit Übertragungsraten bis zu 140 Mbit/s, das auf Glasfaserverbindungen und dem asynchronen Übertragungsmodus ATM basiert, wurde für Anwendungen mit hohem Bandbreitenbedarf (z. B. Video-on-Demand) entwickelt.
Der Anschluss von Endgeräten an das Schmalband- bzw. Euro-ISDN erfolgt über eine einheitl. Kommunikationssteckdose. Der Basisanschluss mit der S0-Schnittstelle verfügt über zwei B-Kanäle für Nutzinformationen mit jeweils 64 kbit/s Übertragungsrate und einen D-Kanal für Steuersignale mit 16 kbit/s. An ihm können bis zu acht Endgeräte verschiedener Dienste betrieben werden. Der Primärmultiplexanschluss (S2M-Schnittstelle) bietet 30 B-Kanäle, einen D-Kanal und einen Synchronisationskanal mit jeweils 64 kbit/s. Analoge Endgeräte können mit Hilfe eines Terminaladapters (TA) angeschlossen werden. ISDN bietet neben der Verbesserung bestehender Dienste (z. B. höhere Übertragungsgeschwindigkeit, 7 anstelle von 3,1 kHz Bandbreite beim Fernsprechen) auch Dienste wie z. B. Rufnummernanzeige, Anrufweiterschaltung, Konferenzverbindung und Bildtelefonieren.
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