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LEXIKON

Irving

[ˈə:viŋ]
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David John Cawdell, britischer Publizist, * 24. 3. 1938 Hutton, Essex; veröffentlichte seit Ende der 1950er Jahre Beiträge zur deutschen Geschichte während der NS-Zeit; sein erstes Buch „The destruction of Dresden“ erschien 1963 (dt. „Der Untergang Dresdens“ 1964). Internationales Aufsehen erregte seine Hitler-Biographie „Hitlers War“ 1977 (dt. „Hitlers Weg zum Krieg“ 1978) durch die These, Hitler habe vom Holocaust nichts gewusst. In der Folgezeit versuchte Irving, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Zeitgeschichtsforschung insbesondere hinsichtlich des nationalsozialistischen Massenmordes an den Juden zu revidieren. So bestritt er die Ermordung der Juden in den Gaskammern der Vernichtungslager. Wiederholt kam es deswegen zu juristischen Auseindersetzungen. Im Februar 2006 wurde Irving in Wien wegen Leugnung und Verharmlosung der nationalsozialistischen Verbrechen zunächst zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach einem Berufungsverfahren wurde die Reststrafe im Dezember 2006 zur Bewährung ausgesetzt und Irving nach Großbritannien abgeschoben.
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