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LEXIKON

innerdeutsche Grenze

ehemalige Grenzlinie zwischen den beiden deutschen Staaten Bundesrepublik Deutschland und
DDR
; entstand durch die Gründung der beiden Staaten 1949 auf den Gebieten der westlichen bzw. östlichen Besatzungszonen; im engeren Sinne die von 1952 an errichtete und bis 1989/90 bestehende befestigte Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik mit fünf Kilometer breitem Sperrgebiet, Selbstschussanlagen, Minen und Grenzschützern mit Schießbefehl sowie die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin (Berliner Mauer); nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. 11. 1989 wurden die Sicherungsanlagen kontinuierlich abgebaut.
Die Angaben über die Opferzahlen des DDR-Grenzregimes differieren. Die private Arbeitsgemeinschaft 13. August, die unterschiedliche Quellen auswertet, nannte 2008 eine Zahl von 1 303 Toten. Dabei sind nicht nur die direkt durch DDR-Grenzsoldaten Getöteten berücksichtigt, sondern auch indirekte Opfer des Grenzregimes (z. B. im Dienst befindliche Grenzsoldaten, die Selbstmord begingen).
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