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LEXIKON

I. G. Farbenindustrie AG

1925 mit Sitz in Frankfurt am Main gegründeter Konzern der bedeutendsten deutschen Unternehmen der chemischen Industrie; war in der Zeit des NS-Regimes tief in die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verstrickt, beschäftigte über 80 000 ausländische Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge und betrieb zur Sicherung der Monopolstellung in Kooperation mit der NS-Führung die wirtschaftliche Ausbeutung besetzter Gebiete. Durch das Kontrollrat-Gesetz Nr. 9 wurden alle in Deutschland gelegenen industriellen Anlagen und Vermögen von den Alliierten beschlagnahmt und durch das am 17. 8. 1950 in Kraft getretene Gesetz Nr. 35 zur Entflechtung bestimmt. 1953 wurden die Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen, die Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG (jetzt BASF AG), Ludwigshafen, die Farbwerke Hoechst AG, Frankfurt am Main, und die Cassella Farbwerke Mainkur AG (jetzt Cassella AG), Frankfurt am Main, als Nachfolgegesellschaften gegründet.
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