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LEXIKON

Hyksos-Herrschaft in Ägypten

Hyksos-Herrschaft in Ägypten
Der ägyptische Priester Manetho schreibt in seiner um 250 v. Chr. entstandenen Geschichte Ägyptens über die 1650 v. Chr. erfolgte Okkupation der churritischen Hyksos. Selbst 1400 Jahre nach dieser ägyptischen Niederlage ist noch die Kränkung des Schreibers zu spüren - etwa, wenn er die Stärke der Hyksos-Truppen maßlos übertreibt.

Unerwartet zogen aus dem Osten Menschen unbekannter Rasse siegesbewusst gegen das Land. Leicht eroberten sie es mit Gewalt, und nachdem sie die Führer überwältigt hatten, verbrannten sie die Städte grausam und zerstörten die Göttertempel. Die Einwohner behandelten sie aufs grausamste, indem sie die einen erschlugen, die Frauen und Kinder der anderen in die Sklaverei schleppten. Schliesslich machten sie einen von sich mit Namen Salitis zum König; er residierte in Memphis und erhob Tribut von Ober- und Unterägypten ... Als er im Sethroithischen Gau ... eine Stadt fand, die ihm sehr geeignet schien [Avaris], ... besiedelte er sie, befestigte sie durch Mauern und siedelte dort zu ihrem Schutze bis zu 240 000 Schwerbewaffnete an."

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