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LEXIKON

Hubble Space Telescope

[ˈhʌbl spɛis ˈtɛliskɔup; das; englisch]
Hubble-Weltraumteleskop; Hubble-Teleskop
Abkürzung HST, mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 2,4 m das bisher größte astronomische Fernrohr in der Erdumlaufbahn; wurde 1990 mit der Raumfähre Columbia in eine Erdumlaufbahn mit 600 km Höhe gebracht; umkreist die Erde einmal in 95 Minuten und wird von der NASA in Kooperation mit der ESA betrieben. Das Teleskop ist durch den Wegfall der störenden atmosphärischen Turbulenzen und Hintergrundhelligkeit wesentlich leistungsfähiger als ein erdgebundenes Teleskop. In Folge eines Fertigungsfehlers konnte erst die Servicemission mit der Raumfähre Endeavour im Dezember 1993 die volle Leistungsfähigkeit des HST herstellen. Bei Servicemissionen 1997, 1999 und 2002 wurden neue bzw. leistungsfähigere Instrumente installiert. Aufgabenschwerpunkte von Hubble sind u. a. die Beobachtung ferner Galaxien in der Frühphase des Kosmos, die Kalibrierung des Entfernungsmaßstabes und die Bestimmung des Alters des Universums in Verbindung mit der Hubble-Konstante. Das HST liefert auch außerordentliche Beiträge zur Enträtselung des Lebensweges der Sterne und der Entstehung von Planetensystemen. Mit der im Mai 2009 durchgeführten Servicemission soll der Betrieb des HST bis mindestens 2014 gesichert werden.
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