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LEXIKON

Hopkins

Sir (seit 1993) Anthony Philip, britischer Schauspieler, * 31. 12. 1937 Port Talbot, Wales; begann seine Schauspielerlaufbahn 1961; zunächst am Theater (Shakespearerollen), später auch als Film- und Fernsehschauspieler erfolgreich. Filmrollen u. a.: „Der Elefantenmensch“ 1980; „Das Schweigen der Lämmer“ 1990; „Wiedersehen in Howards End“ 1992; „Nixon“ 1995; „Hannibal“ 2001; „Alexander“ 2004; „Der Beweis-Liebe zwischen Genie und Wahnsinn“ 2005; „Beowulf“ 2007.
  • Deutscher Titel: Der Elefantenmensch
  • Original-Titel: THE ELEPHANT MAN
  • Land: Großbritannien
  • Jahr: 1980
  • Regie: David Lynch
  • Drehbuch: Christopher de Vore, Eric Bergren, David Lynch, nach Büchern von Frederick Treves und Ashley Montagu
  • Kamera: Freddie Francis;
  • Schauspieler: John Hurt, John Gielgud, Anne Bancroft, Anthony Hopkins
»Der Elefantenmensch« von David Lynch erzählt die authentische Geschichte eines Mannes, der an einer unheilbaren und entstellenden Krankheit leidet.
John Merrick (John Hurt), dessen deformierter Kopf an einen Elefanten erinnert, wird im Viktorianischen England in einer Monstrositätenschau auf Jahrmärkten zur Schau gestellt. Aus wissenschaftlicher Neugier und Mitleid nimmt sich der junge Arzt Frederick Treves (Anthony Hopkins) seiner an. Dabei entdeckt er hinter dem unförmigen Äußeren einen sensiblen und intelligenten Menschen mit einer ausgeprägten Persönlichkeit. Die »bessere Gesellschaft« entdeckt John Merrick für sich, und er wird auch hier zur Attraktion. Gönner ermöglichen ihm aber ein Leben und Sterben in Würde.
Der »Elefantenmensch« ist ein stiller Film, der sich dem Thema behutsam nähert und aufgrund seiner menschlichen Aspekte bei der Kritik auf einhelliges Lob stößt.
  • Deutscher Titel: Das Schweigen der Lämmer
  • Original-Titel: THE SILENCE OF THE LAMBS
  • Land: USA
  • Jahr: 1991
  • Regie: Jonathan Demme
  • Drehbuch: Ted Tally, nach einem Roman von Thomas Harris
  • Kamera: Tak Fujimoto
  • Schauspieler: Jodie Foster, Anthony Hopkins, Scott Glenn, Ted Levine
  • Auszeichnungen: Silberner Bär Filmfestspiele Berlin 1991 für Regie, Oscars 1992 für Film, Regie, Hauptdarsteller (A. Hopkins), Hauptdarstellerin (Jodie Foster), Buch
Horrorfilm und Psycho-Thriller zugleich ist »Das Schweigen der Lämmer«, der neue Film von Jonathan Demme.
Jodie Foster spielt die junge, sensible FBI-Agentin Clarice Sterling, die in die Ermittlungen in einer Mordserie einbezogen wird. Es gibt keinerlei Hinweise auf den Täter: »Buffalo Bill« häutet seine Opfer, bislang fünf Frauen, und wirft sie dann in den Fluss.
Clarice wird zum »Köder für die Bestie«. Doch nicht dem Serientäter wird sie vorgeworfen, sondern dem ehemaligen Psychiater und späteren Massenmörder Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), der in einem Hochsicherheitstrakt verwahrt wird. Wie ein Puppenspieler hält er, der den Mörder und seine Motive aus einer Therapie kennt und sein weiteres Vorgehen erahnt, nun die Fäden zusammen und führt Clarice auf die richtige Spur. Durch seine Tipps kann Clarice zwar den Täter entlarven, doch Lecter gelingt die Flucht der Horror kann fortgesetzt werden
Demmes Film ist ein packender Beitrag über die Pefektion des Verbotenen und die Lust am Unvorstellbaren. Dabei sollte trotz der raffiniert inszenierten Effekte nicht übersehen werden, dass eine derartige Struktur und Intention bereits 1986 vom »Miami-Vice«-Produzenten Michael Mann in der Thomas-Harris-Verfilmung »Blutmond« wesentlich konsequenter und stimmiger vorgelegt wurden; auch in diesem Film wurde übrigens mit der Hilfe Lecters eine Mordserie aufgeklärt.
Bei der Oscar-Verleihung 1992 wird mit »Das Schweigen der Lämmer« erstmals ein Horrorfilm und der Film eines inzwischen bankrotten Verleihers (Orion) ausgezeichnet. Erst zum dritten Mal in der Geschichte des Oscars gewinnt ein Film die fünf wichtigsten Kategorien. An den amerikanischen Kinokassen ist der Film mit Einnahmen von über 130 Mio. Dollar und Rang vier 1991 überaus erfolgreich.
  • Deutscher Titel: Wiedersehen in Howard„s End
  • Original-Titel: HOWARD„S END
  • Land: GB
  • Jahr: 1992
  • Regie: James Ivory
  • Drehbuch: Ruth Prawer Jhabvala, nach dem Roman von E. M. Forster
  • Kamera: Tony Pierce-Roberts
  • Schauspieler: Anthony Hopkins, Vanessa Redgrave, Emma Thompson, Helena Bonham Carter
  • Auszeichnungen: Oscar 1993 für Hauptdarstellerin (Emma Thompson), Sonderpreis Filmfestspiele Cannes 1992 für Film
Begeisterung bei den Filmfestspielen in Cannes löst James Ivory„s Beitrag »Wiedersehen in Howard„s End« aus.
Die filmische Adaption des 1910 erschienenen Gesellschaftsromans von E]dward[ M]organ[ Forster zeigt ein düsteres Sittenbild des viktorianischen Englands zur Zeit der Jahrhundertwende.
Die Verbindung zwischen der wohlhabenden Familie Wilcox und der aus drei Geschwistern bestehenden unkonventionellen Familie Schlegel beruht lediglich auf der Freundschaft zwischen den beiden Frauen Ruth Wilcox (Vanessa Redgrave) und Margaret Schlegel (Emma Thompson). Als Ruth stirbt, vererbt sie der Freundin das Landhaus ihrer Kindheit, an dem sie sehr gehangen hatte. Die Wilcox„ vertuschen diesen Teil des Testaments, lassen Margaret jedoch, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, im Haus wohnen. Später hält Ruths Witwer Henry (Anthony Hopkins) um Margarets Hand an. Diese willigt ein, doch kommt es bald zu Konflikten zwischen Henry und Margarets sozialpolitisch engagierter jüngerer Schwester Helen (Helena Bonham Carter). Als Margaret am Ende doch noch in den Besitz des Landhauses gelangt, hat sie sich von Henry gelöst, um mit ihrer Familie zusammenleben zu können. Ivory hat mit »Howard„s End« einen psychologisch stimmigen Film geschaffen, dessen Gesellschaftskritik aber sehr stark von der Opulenz der Ausstattung überlagert wird. 1993 erhält Emma Thompson für ihre Darstellung der Margaret Schlegel einen Oscar.
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