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LEXIKON

Hiroshma

[
auch hiˈro-
]
Hiroschima
japanische Hafenstadt und Hauptstadt einer Präfektur auf Honshu, in der Hiroshimabucht der Japanischen Inlandsee, 1,15 Mio. Einwohner; Universität, Hochschulen, Konservatorium; Burg (16. Jahrhundert, 1958 wiederaufgebaut), Parkanlagen; Kunstgewerbe; Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffbau, chemische, Lederwaren-, Möbel-, Papier-, Textil- und Nahrungsmittelindustrie; Ölraffinerie; Fischereihafen; Verkehrszentrum mit Anschluss an das japanische Schnellbahnnetz (Shinkansen), Fährverbindung nach Shikoku und den Inseln der Japanischen Inlandsee, Regionalflughafen und Anbindung an das Autobahnnetz.
Auf Hiroshima wurde von den USA zum Ende des 2. Weltkriegs am 6. 8. 1945 die erste Atombombe abgeworfen. Sie zerstörte rund 90% aller Gebäude und tötete rund 80 000 Menschen unmittelbar. Bis Ende Dezember 1945 starben weitere 60 000 Bewohner von Hiroshima. Zehntausende erlagen in den nächsten Jahrzehnten den Spätfolgen des Angriffs. Gedenkstätten (Weltkulturerbe seit 1996): „Gedächtnismal“ (Stahlruinen der Industrie- und Handelskammer im Explosionszentrum) mit Atombombenkuppel, Gedächtniskathedrale (1954), Friedenspark mit -halle und -museum, 5 km langer Friedensboulevard.
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