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LEXIKON

Himmelfahrt

in der Welt der Religionen (Babylonien, Persien, Ägypten, Griechenland und Rom) die weit verbreitete Vorstellung von einer Fahrt der Seele oder von der Entrückung ganzer Menschen in den Himmel. Voraussetzung dieser Vorstellungen, denen die Höllenfahrt als Gegenstück entspricht, ist ein Weltbild, das Himmel, Erde und Unterwelt als Bauelemente der Welt betrachtet.
Das Neue Testament berichtet vor allem von der Himmelfahrt Christi (40 Tage nach Ostern; Apostelgeschichte nach Lukas 1,911). Die Vorstellung von dieser Himmelfahrt steht dabei in deutlicher Spannung zu Aussagen über seine Auferstehung. Vermutlich ist die Rede von der Himmelfahrt Christi der Versuch, seine Auferstehung mit Sprachmitteln der Zeit zu veranschaulichen. Himmelfahrt Mariens: Die leibliche Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel ist seit 1950 katholischer Glaubenssatz; Fest „Mariä Himmelfahrt“: 15. 8.
In der bildenden Kunst wird vor allem die Himmelfahrt Christi dargestellt. Zunächst erscheint Christus in den Himmel schreitend und die Hand Gottes erfassend oder von Engeln emporgetragen, seit Giotto aus eigener Kraft emporschwebend. Die wichtigste Darstellungsform der Himmelfahrt Mariens (italienisch Assunta): Maria wird von einer Wolke oder von Engeln emporgetragen.
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