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LEXIKON

Heym

Georg, deutscher Schriftsteller, * 30. 10. 1887 Hirschberg, Schlesien,  16. 1. 1912 (beim Eislauf auf der Havel bei Berlin ertrunken); lebte seit 1900 in Berlin, das ihm zum dämonischen Erlebnis der sinnentleerten Großstadt wurde; expressionistische, visionäre Lyrik von Tod, Krieg, Irrsinn und Daseinsangst: „Der ewige Tag“ 1911; „Umbra vitae“ (posthum) 1912; „Der Marathon“ (Sonette) herausgegeben 1914; Novellen: „Der Dieb“ herausgegeben 1913.
Heym, Georg
Georg Heym
  • Erscheinungsjahr: 1911
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Heym
    , Georg
  • Deutscher Titel: Der ewige Tag
  • Genre: Gedichte
Beim Verlag Rowohlt in Leipzig erscheint unter dem Titel »Der ewige Tag« der erste Gedichtband von Georg Heym (* 1887,  1912). In bildstarker, visionserfüllter Sprache schildert Heym den »Dämon« Großstadt in vielfältigen Erscheinungen als Sinnbild der Verlorenheit und als Tyrannen der Menschen und der Natur. Arme, Bettler und Blinde, Krüppel und Selbstmörder stehen für die Entwürdigung des Menschen, als Hilflose und Zerstörte bevölkern sie Heyms Stadtlandschaften. An die Stelle der christlichen Idee vom »guten Gott« tritt ein »böser Gott«, ein »moralloses Schicksal«. Ohnmachtsgefühl und Wunsch nach Auflehnung, Depression und Aggression stehen in steter Spannung zueinander.
  • Erscheinungsjahr: 1912
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Heym
    , Georg
  • Deutscher Titel: Umbrae vitae
  • Genre: Nachgelassene Gedichte
Beim Verlag Rowohlt in Leipzig erscheinen unter dem Titel »Umbrae vitae« die nachgelassenen Gedichte des in diesem Jahr verstorbenen Georg Heym (* 1887,  1912). In metaphorisch-bildstarker, visionserfüllter Sprache schildert Heym den »Dämon« Großstadt in vielfältigen Erscheinungen als Sinnbild der Verlorenheit und Tyrannen der Menschen und der Natur. Arme, Bettler und Blinde, Krüppel und Selbstmörder stehen für die Entwürdigung des Menschen, als Hilflose und Zerstörte bevölkern sie seine Stadtlandschaften. An die Stelle der christlichen Idee vom »guten Gott« tritt ein »böser Gott«, ein »moralloses Schicksal«. Ohnmachtsgefühl und Wunsch nach Auflehnung, Depression und Aggression stehen in steter Spannung zueinander.
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