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LEXIKON

Hepburn

Audrey, eigentlich Audrey Kathleen Ruston, Pseudonym während des Zweiten Weltkrieges Edda van Heemstra, britische Filmschauspielerin, * 4. 5. 1929 Ixelles, Großraum Brüssel,  20. 1. 1993 Tolochenaz bei Lausanne; ab 1951 beim Film; verkörperte in zahlreichen Filmen anmutig-feminine Charaktere mit natürlichem Charme, u. a. in „Ein Herz und eine Krone“ 1953 (Oscar), „Sabrina“ 1954, „Frühstück bei Tiffany“ 1961, „My Fair Lady“ 1964; seit 1988 Sonderbotschafterin der UNICEF.
Hepburn, Audrey
Audrey Hepburn
  • Deutscher Titel: Ein Herz und eine Krone
  • Original-Titel: ROMAN HOLIDAY
  • Land: USA
  • Jahr: 1953
  • Regie: William Wyler
  • Drehbuch: Jan McLellan Hunter, John Dighton
  • Kamera: Franz Planer, Henri Alekan
  • Schauspieler: Gregory Peck, Audrey Hepburn, Eddie Albert
  • Auszeichnungen: Oscar 1954 für Hauptdarstellerin (Audrey Hepburn), Golden Globe und New York Filmkritik 1953 für Hauptdarstellerin
Die Hauptrolle in William Wylers Liebesromanze »Ein Herz und eine Krone« macht die bis dahin noch weit gehend unbekannte Audrey Hepburn über Nacht zum Star.
Hepburn spielt Prinzessin Anne, die bei einer Europa-Reise zu Repräsentationszwecken samt Dienerschaft in Rom Halt macht. Ermüdet von den vielen Pflichtzeremonien beschließt sie, wenigstens für einen Tag auszubrechen und sich inkognito unter das Volk zu mischen. Sie hat die Rechnung jedoch ohne die Presse gemacht. Der zynische und geschäftstüchtige Journalist Joe Bradley (Gregory Peck) beobachtet sie bei ihrem nächtlichen Ausbruch und heftet sich an ihre Fersen. Er gibt sich als Amerikaner aus, der ihr die Stadt zeigen will. So erhofft er sich eine ganz besondere Story über die Prinzessin. Doch es kommt ganz anders: Joe verliebt sich in Anne. Auch sie kann sich der Ausstrahlung des sympathischen Stadtführers nicht erwehren. Die beiden verbringen einen Tag miteinander und trennen sich abends für immer. Vorher jedoch gelingt es Anne, die Joe auf die Schliche gekommen ist, ihn von einem Exklusiv-Bericht über sie abzubringen. Am nächsten Tag überreicht Joe ihr bei einem Presseempfang Fotos vom vergangenen Tag. Prinzessin und Journalist kehren in den Alltag zurück, doch beide haben sich durch die Begegnung verändert.
Wyler dreht einen liebenswürdigen, wenn auch stark auf Wirksamkeit beim Publikum angelegten Film. Die Rührseligkeit mancher Sequenzen gleicht er durch ironische Passagen wieder aus.
Audrey Hepburn gelingt mit ihrer ersten Hauptrolle das, wovon die meisten Schauspieler nur träumen können: Sie wird 1954 mit dem Oscar ausgezeichnet. Die 24-Jährige erregt aber nicht nur als Schauspielerin allgemeines Aufsehen, sondern sie kreiert einen ganz neuen Typ Frau, der zum Schönheits-Ideal der nächsten Zeit wird. Ihre mädchenhafte Anmut steht im krassen Gegensatz zu den offenherzigen Sexbomben, die in den 30er und 40er Jahren als Ideal galten.
  • Deutscher Titel: Frühstück bei Tiffany
  • Original-Titel: BREAKFAST AT TIFFANY„S
  • Land: USA
  • Jahr: 1960
  • Regie: Blake Edwards
  • Drehbuch: George Axelrod
  • Kamera: Franz Planer
  • Schauspieler: Audrey Hepburn, George Peppard
  • Auszeichnungen: Oscar 1962 für Musik und Song
Blake Edwards dreht 1960 die turbulent-melancholische Erfolgskomödie »Frühstück bei Tiffany« und etabliert sich als einer der großen Komödien-Regisseure in Hollywood. Für seine Hauptdarstellerin Audrey Hepburn wird die Rolle der Holly Golightly zu einer entscheidenden Station in ihrer Karriere.
Tiffany ist das Juwelierhaus der oberen Zehntausend. Für Holly, die täglich vor dem Gebäude ihr spärliches Frühstück einnimmt, ist es das Ziel aller Träume. Heimatstadt, Taufnamen und Ehemann hat die 18-Jährige hinter sich gelassen, um als Playgirl mit Modefrisur, Lieblingskater und 40-cm-Zigarettenspitze die New-Yorker Schickeria zu erobern. An spendierfreudigen Begleitern und extravaganten Partys fehlt es nicht, nur das Gefühl kommt ein wenig zu kurz. Nach zahllosen Verwicklungen entscheidet sich Holly gegen ihren Traum und für eine Liebesbeziehung zu einem erfolglosen Schriftsteller.
Edwards gelingt ein hintersinniger Film über die US-amerikanische Schickeria: Er setzt deren Welt elegant in Szene, stellt ihre innere Verarmung zugleich bloß.
Der Film basiert auf einer Novelle von Truman Capote, deren pessimistischer Schluss allerdings einem Happyend weichen muss.
Zu den eindrucksvollsten Szenen des Films gehört eine Party, in der Edwards eine Kunst zeigt, die später zu seinem Markenzeichen wird: Die virtuos choreographierte Abfolge von sich gleichzeitig anbahnenden Gags, deren Timing den Zuschauer aus dem Lachen nicht mehr herauskommen lässt.
Audrey Hepburn beweist in »Frühstück bei Tiffany« ihre darstellerische Vielseitigkeit. Hatte sie 1959 in Zinnemanns Film »Geschichte einer Nonne« brilliert, zeigt sie nun ihre komödiantischen Fähigkeiten.
  • Deutscher Titel: My Fair Lady
  • Original-Titel: MY FAIR LADY
  • Land: USA
  • Jahr: 1964
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Alan Jay Lerner, nach einem Bühnenstück von George Bernard Shaw
  • Kamera: Harry Stradling
  • Schauspieler: Audrey Hepburn, Rex Harrison, Stanley Holloway, Gladys Cooper
  • Auszeichnungen: Oscars 1965 für Film, Regie, Hauptdarsteller (Rex Harrison), Kamera, Ausstattung Kostüme, musikalische Bearbeitung, Ton
Der Film zum erfolgreichsten Musical aller Zeiten, »My Fair Lady«, spielt schon bald nach der Uraufführung im Oktober 1964 mehr als das Doppelte der Produktionskosten (17 Mio. Dollar) ein.
Trotz Glamour und Gesang enthält der Film noch viel von der Satire des Bühnenstücks. Der exzentrische Sprachforscher Professor Higgins wettet, dass er aus dem einfachen Blumenmädchen Eliza Doolittle durch »gute« Sprache eine Dame machen kann. Nach kuriosen Rückschlägen gelingt ihm das tatsächlich, Eliza wird als vollendete Lady bewundert. Dies liegt natürlich auch an ihrem Charme, von dem nur Higgins nichts zu merken scheint. Erst als die Heirat mit dem Dandy Freddy droht, erkennt er, dass sie die Frau fürs Leben ist.
Rex Harrison spielt im Film seine Bühnenrolle (Professor Higgins), Audrey Hepburn die Eliza.
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