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LEXIKON

Hlgoland

deutsche Nordseeinsel (mit Düne 1,7 km2) in der Helgoländer Bucht (gehört zum schleswig-holsteinischen Landkreis Pinneberg), 1400 Einwohner; eine steil aus dem Meer aufragende rote Buntsandsteinscholle (im Südwesten mit Schutzmauer gegen die Brandung), der Rest einer ehemals großen Insel; im Nordwesten 48 m hoher Felsturm „Lange Anna“ als Wahrzeichen der Insel; ebenes Oberland, bis 61 m hoch, südöstlich anschließend das aus angeschwemmtem Sand gebildete Unterland mit den Hafenanlagen; Nordseeheilbad, biologische Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts; Vogelwarte. 1,5 km östlich liegt die Düne mit Badestrand und Flugplatz, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts noch mit der Insel Helgoland verbunden war.

Geschichte

Die Insel, ursprünglich von Friesen besiedelt, fiel 1714 an Dänemark und wurde 1807 von Großbritannien besetzt. Durch den Helgoland-Sansibar-Vertrag vom 1. 7. 1890 fiel Helgoland an das Deutsche Reich. Die militärischen Anlagen wurden 1919 geschleift und 1935 wieder aufgebaut. 1945, am Ende des 2. Weltkriegs, wurde die Insel wiederum von den Briten besetzt. Bereits durch Bombenangriffe schwer getroffen, wurde Helgoland durch britische Sprengungen 1947/48 und durch die Verwendung als Versuchsziel der britischen Luftwaffe (bis 1951) stark zerstört. Am 1. 3. 1952 erreichte die Bundesregierung die Freigabe Helgolands. Die 1947 ausgewiesene Bevölkerung kehrte danach zurück. Helgoland genießt von alters her Zollfreiheit.
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