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LEXIKON

Hmsun

Knut, eigentlich K. Pedersen, norwegischer Schriftsteller, * 4. 8. 1859 Lom, Gudbrandsdal.  19. 2. 1952 Nörholm bei Grimstad; verheiratet mit Marie Hamsun; führte anfangs ein unstetes Wanderleben, wurde dann in seiner Heimat sesshaft; stand 1946 wegen seines Eintretens für die deutschen Nationalsozialisten unter der Anklage des Landesverrats (1948 zu einer Geldstrafe verurteilt). Hamsun lebte in der Spannung zwischen mystisch-getriebener Rastlosigkeit des Landstreicherdaseins und stiller Daseinsfrömmigkeit und Erfülltheit im bäuerlich-sesshaften Leben. Romane: „Hunger“ 1890, deutsch 1891; „Mysterien“ 1892, deutsch 1894; „Victoria“ 1898, deutsch 1899; „Segen der Erde“ 1917 (mit dem Nobelpreis 1920 ausgezeichnet), deutsch 1918; „Landstreicher-Trilogie“ 19271933, deutsch 19271934; „Auf überwachsenen Pfaden“ 1949, deutsch 1950.
Hamsun, Knut und Marie
Knut und Marie Hamsun
Knut Hamsun und seine Frau Marie
  • Erscheinungsjahr: 1927
  • Veröffentlicht: Norwegen
  • Verfasser:
    Hamsun
    , Knut
  • Deutscher Titel: Landstreicher
  • Original-Titel: Landstrykere
  • Genre: Roman
»Landstreicher« von Knut Hamsun (* 1859,  1952), Literaturnobelpreisträger , ist der erste Teil einer Romantrilogie um den ruhelosen Fantasten August, der immer neue Pläne schmiedet, ein geborener Vagabund, der in allen Wechselfällen des Lebens seine Souveränität wahrt. 1930 folgt der Roman »August Weltumsegler«, 1933 »Nach Jahr und Tag«.
Die deutsche Übersetzung des »Landstreichers« erscheint 1927.
  • Erscheinungsjahr: 1949
  • Veröffentlicht: Norwegen
  • Verfasser:
    Hamsun
    , Knut
  • Deutscher Titel: Auf überwachsenen Pfaden
  • Original-Titel: På gjengrodde stier
  • Genre: Autobiografische Schrift
Eines der zwiespältigsten und eindrucksvollsten Dokumente über die Zeit der Besetzung Norwegens durch das nationalsozialistische Deutschland (1940-1945) ist die autobiografische Schrift »Auf überwachsenen Pfaden« von Knut Hamsun (* 1859,  1952), Literaturnobelpreisträger . Hamsun, ein entschiedener Gegner alles Angelsächsischen, hatte sich begeistert gezeigt von Adolf Hitlers Idee der Errichtung eines Großgermanischen Reichs, in dem die Norweger als rassisch »besonders wertvolle« Menschen die politische Selbständigkeit behalten sollten. Noch am Tag der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs richtete er einen Treuespruch an den Führer und Reichskanzler. Auch nach dem Krieg nahm Hamsun seine Haltung niemals zurück. In seiner Rede vor Gericht, die in »Auf überwachsenen Pfaden« abgedruckt ist, sagte er: »Ich habe niemanden denunziert, nicht an Versammlungen teilgenommen:. Ich habe nichts für die Frontkämpfer oder irgendeine NS-Organisation gegeben, deren Mitglied ich, wie jetzt behauptet wird, gewesen sein soll:. Ich habe zu verstehen versucht, was der Nationalsozialismus war. Ich versuchte, mich damit vertraut zu machen. Aber es wurde nichts daraus. Die deutsche Übersetzung erscheint 1950.
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