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LEXIKON

Hämorrhoden

[
griechisch
]
knotenförmige, krampfaderartige Erweiterungen der unteren Mastdarmvenen und -arterien, die durch eine Bindegewebsschwäche entstehen. Chronische Verstopfung und Pressen beim Stuhlgang verschlimmern das Problem. Anfangs handelt es sich um leichte, äußerlich nicht sichtbare Vorwölbungen, die zu Blutbeimengungen beim Stuhlgang und zu Juckreiz führen. Bei Größenzunahme werden sie am Mastdarm sichtbar und fallen beim Pressen nach außen vor, schließlich bleibt der Vorfall bestehen. Dann treten vermehrt Schmerzen und Stuhldrang auf, möglicherweise begleitet von Geschwürbildung, Abszessen oder Thrombosen. Es kann zu starken Blutungen, chronischer Anämie und Problemen mit dem Stuhlhalten kommen. Die Behandlung besteht anfangs in der Gabe von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Salben und einer Umstellung der Ernährung, die zu weichem Stuhl führt, insbesondere bei chronischer Verstopfung. Reichen diese Verfahren nicht aus, müssen die Hämorrhoiden verödet oder operativ entfernt werden.
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