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LEXIKON

Gruppentherapie

Gruppenpsychotherapie
Psychotherapie innerhalb einer Gruppe von Patienten, im Gegensatz zur Einzeltherapie. Je nach theoretischer Grundlage kann zwischen psychoanalytischen (Gruppenanalyse), gesprächstherapeutischen, verhaltenstherapeutischen und gestalttherapeutischen Gruppen unterschieden werden. Ein ausschließlich in Gruppen angewandtes psychotherapeutisches Verfahren stellt das Psychodrama dar. Wesenmerkmal und allgemeine methodische wie theoretische Grundlage der Gruppentherapie ist die persönliche Interaktion, d. h. die in einer entsprechend strukturierten Gruppe von Patienten auftretende Aktivierung der Gefühle und Komplexe, Konflikte und Verhaltensweisen und ihre aktive Bewusstmachung und Durcharbeitung im mehrseitigen persönlichen Kontakt (Gruppendynamik). Persönliche Aktivität und Mitarbeit am Heilungsprozess, Eigenverantwortung, Selbsteinsicht und Realitätssinn sind die Wesenselemente und Ziele der Gruppentherapie, denen sie ihre Erfolge, besonders z. B. bei der Behandlung von Suchtkranken, verdankt. Die Gruppe umfasst in der Regel 510 Personen beiderlei Geschlechts.
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