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LEXIKON

Grillparzer

Grillparzer, Franz
Franz Grillparzer
Franz, österreichischer Dichter, * 15. 1. 1791 Wien,  21. 1. 1872 Wien; studierte Jura, war Hauslehrer, Hofkonzipist und 1832 Archivdirektor; unternahm viele Reisen (Italien, Paris, London, Griechenland u. a.); seit 1821 befreundet mit Kathi Fröhlich, mit der er zeitlebens verlobt blieb. Sein zwiespältiger, selbstquälerischer und melancholischer Charakter prägte sein Werk wie sein Leben. In den Dramen verband Grillparzer die Tradition der Weimarer Klassik mit der des österreichisch-spanischen Barocktheaters, des Wiener Volkstheaters (besonders in „Der Traum ein Leben“ 1834) und der Romantik zu einem unnachahmlich eigenen, bühnensicheren Stil und meisterhafter Darstellung psychologisch-geistiger Haltungen. Seine erste historische Tragödie „König Ottokars Glück und Ende“ 1825 brachte ihm Schwierigkeiten mit der Zensur, die weiteren erschienen aus dem Nachlass („Die Jüdin von Toledo“ 1872; „Ein Bruderzwist in Habsburg“ 1872). Neben bedeutenden Novellen („Der arme Spielmann“ 1848) und Gedichten hinterließ Grillparzer autobiografische Schriften („Selbstbiografie“ 1872). Weitere Dramen: „Die Ahnfrau“ 1817; „Sappho“ 1818; Trilogie „Das Goldene Vlies“ („Der Gastfreund“, „Die Argonauten“, „Medea“) 1821; „Ein treuer Diener seines Herrn“ 1828; „Des Meeres und der Liebe Wellen“ 1831; „Weh dem, der lügt“ 1838.
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