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LEXIKON

Gravitatinswellen

Störungen im Schwerefeld, die sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Sie wurden 1926 von Albert Einstein im Rahmen seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt. Bisher gibt es einen indirekten Beweis für die Existenz von Gravitationswellen. Die Astronomen R. A. Hulse und J. H. Taylor studierten über 25 Jahre Veränderungen in den Bahndaten des Binär-Pulsars PSR 1913+16. Die beiden Pulsare im Sternbild Adler umkreisen einander auf so engen Umlaufbahnen, dass sie dabei ständig einen Teil ihrer Energie verlieren. Dieser fortlaufende Energieverlust lässt sich durch die Abstrahlung von Gravitationswellen erklären. Die Beobachtungen stimmen mit den Voraussagen der allgemeinen Relativitätstheorie mit hoher Genauigkeit überein. Dafür bekamen Hulse und Taylor 1993 den Nobelpreis für Physik. Der direkte Nachweis von Gravitationswellen ist bisher noch nicht gelungen. Der Grund liegt in der Schwäche der Wechselwirkung zwischen Gravitation und Materie. Da der exakte Nachweis der Gravitationsstrahlung sowohl für die allgemeine Relativitätstheorie als auch für die Astrophysik von ausschlaggebender Bedeutung ist, werden in verschiedenen Ländern Experimente zum Nachweis von Gravitationswellen durchgeführt.
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