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LEXIKON

Glockenturm

Campanile
Turm einer Kirche oder eines öffentlichen Gebäudes, in dem die Glocken aufgehängt sind. In der italienischen Baukunst des Mittelalters ist der frei stehende Glockenturm üblich. Die frühchristlichen Basiliken Italiens wie auch die romanischen und gotischen Kirchen südlich der Alpen haben häufig einen Campanile, dessen Grundriss rund oder viereckig ist und der mehrere Geschosse aufweist. Weltberühmtes Beispiel ist der „schiefe Turm“ des Doms in Pisa (begonnen 1174). Nördlich der Alpen wurde der Glockenturm meist fest mit dem Baukörper der Kirche verbunden und bestimmte vor allem bei den gotischen Kathedralen mit ihren hohen und oft von fast filigranem Maßwerk gezierten Türmen (z. B. Freiburger Münster) das Erscheinungsbild des Gesamtbaus wesentlich mit.
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