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LEXIKON

Giannone

Pietro, italien. Jurist u. Historiker, * 7. 5. 1676 Ischitella,  7. 3. 1748 Turin; forderte in seinem Werk „Istoria civile del regno di Napoli“ 1723 die volle Souveränität des Staates u. verlangte die Trennung von Staat u. Kirche. Damit schuf er die Voraussetzung für das spätere Reformwerk Karls III. u. bereitete der Aufklärung den Weg. Er gilt als einer der ersten Vertreter der Rechts- u. Verfassungsgeschichte. Von kirchlicher Seite angefeindet, floh er nach Wien, ging 1735 nach Genf, wurde 1737 auf savoyisches Gebiet gelockt u. starb in der Gefangenschaft.
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