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LEXIKON

Geweih

Themenwissen Tiere
Themenwissen Tiere
Hirschgeweihe, verschiedene Stadien (drei Teilgrafiken)
Geweih
Geweih
Rehbock
Rothirsch
Rothirsch
Der Platzhirsch, der Herrscher des Rudels, duldet während der Brunft keine starken Konkurrenten neben sich. Schwächere Hirsche werden von ihm verjagt. Sie verbleiben jedoch in der Nähe, um sich bei Gelegenheit ein Weibchen zu erobern.
knöcherne Stirnauswüchse der männlichen Hirsche; beim Ren tragen auch die Weibchen ein Geweih, das Geweih des Rehbocks wird jagdlich als Gehörn bezeichnet. Das Geweih wird alljährlich abgeworfen und erneuert (geschoben); es sitzt mit einer Verbreitung (Rose) einer Knochenwucherung des Stirnbeins (Rosenstock) auf und wird während seines Wachstums von einer aderreichen, behaarten Haut umgeben und versorgt (Kolbengeweih). Diese Haut vertrocknet später (Bast) und wird abgestreift (das Geweih wird geschlagen; das Gehörn des Rehbocks gefegt). Das Geweih besteht aus zwei Stangen und einer Zahl von Verzweigungen (Enden).
Geweih: Entwicklung eines Hirschgeweihs
Geweih: Entwicklung eines Hirschgeweihs
Das Hirschgeweih wird alljährlich abgeworfen und erneuert. Bis etwa zum 15. Lebensjahr nimmt die Zahl der Sprossen zu, dann verringert sie sich.
Trägt ein Hirsch nur Stangen ohne zusätzliche Endenbildung (meist Erstgeweih), so spricht man von einem Spießer, bei einer zusätzlichen Endenbildung von einem Gabler. Ab Bildung dreier Enden zählt man beide Stangen zusammen und spricht dann von einem Sechser (Sechsender), Achter (Achtender), Zehner usw. Ein Hirsch, der an einer Stange sieben, an der anderen sechs Enden besitzt, ist ein ungerader Vierzehnender (entsprechend Zwölfer, Zehner usw.).
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