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LEXIKON
 

Getreide

Cerealien; Zerealien
Kulturpflanzen, die in Ähren oder Rispen angeordnete mehlreiche und trockene Körner tragen. Getreide, auch Halmfrüchte oder Körnerfrüchte genannt, dienen in erster Linie der Ernährung der Menschen (Brotgetreide) und der Haustiere (Futtergetreide). Hauptgetreidearten in Europa sind Roggen, Weizen, Gerste und Hafer, in den südlichen Zonen und in Asien Reis, Mais und Hirse. Primitive Sorten sind die noch vereinzelt angebauten Emmer-, Spelz- und Einkorn-Weizen sowie von den Knöterichgewächsen der Buchweizen. Man unterscheidet Wintergetreide, das im Herbst, und Sommergetreide, das erst im Frühjahr des Erntejahrs gesät wird. Alle Hauptgetreidearten Europas haben Winter- und Sommerformen, bei Roggen und Weizen überwiegt der Anbau der Winterform, bei Gerste und Hafer der der Sommerform. Alle Getreide (außer Buchweizen) sind aus Grasarten entwickelt worden und haben ein bespelztes oder nacktes Korn, das den Keimling und den Mehlkörper enthält. Außer zu Brot wird Getreide auch zur Herstellung von Kuchen, Speisen, Bier, Branntwein, Essig, Stärke u. a. verwendet. Getreidebau lässt sich bis in die jüngere Steinzeit zurückverfolgen, und zwar der Anbau von Weizen, Gerste und Hirse, während Hafer erst in der Bronzezeit und Roggen zu Beginn der Eisenzeit festzustellen sind.
Getreidearten
Getreidearten
 
 
Buchweizen
Gemeiner Buchweizen
Gemeiner Buchweizen, Fagopyrum esculentum
 
Gerste: Ähren
Gerste: Ähren
Gerste, die zur Gattung der Süßgräser gehört, ist seit ältester Zeit (wahrscheinlich Jungsteinzeit) bekannt und heute in aller Welt verbreitet.
 
Deutschland: Ernteeinsatz
Mähdrescher
Mähdrescher beim Ernteeinsatz.
 
 

 

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