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LEXIKON

Gender-Medizin

[ˈdʒɛndə-; englisch „Geschlecht“]
Disziplin der Humanmedizin, die sich mit geschlechtsspezifischen Unterschieden hinsichtlich Vorsorge, Diagnose und Therapie befasst. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Frauen und Männer vielfach unterschiedlich erkranken, Krankheiten verschieden wahrnehmen und vielfach auch unterschiedliche Behandlung benötigen. Das hat zum einen mit sozialen und psychologischen, zum anderen aber mit biologischen Unterschieden, etwa den unterschiedlichen Sexualhormonen, zu tun. Zum Beispiel äußert sich ein Herzinfarkt bei Frauen oft anders als bei Männern, so dass mehr Zeit bis zu einer Behandlung vergeht. Dementsprechend haben Frauen ein höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Auch Medikamente können bei Männern und Frauen unterschiedlich wirken.
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