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LEXIKON

Gebietsreform

Territorialreform
Neufestlegung der Grenzen von Gebietskörperschaften teils auf freiwilliger, teils auf gesetzlicher Basis, mit dem Ziel, wirtschaftlich und administrativ leistungsfähigere Einheiten zu schaffen; umfasst in Deutschland die Neugliederung der Länder sowie die Grenzänderungen bei Regierungsbezirken, (Land-)Kreisen und Gemeinden.
Durch die umfangreichen Gebietsreformen ab Mitte der 1960er Jahre wurde die Zahl der Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland von rund 24 000 (1968) auf 8505 (1989), die der Landkreise von 425 auf 239 und die der kreisfreien Städte von 139 auf 90 verringert. Nach der Wiedervereinigung erhöhte sich die Zahl der Gemeinden auf 16 070, die der Landkreise auf 426 und die der kreisfreien Städte auf 117. Ab 1993 wurden für das Gebiet der fünf neuen Länder umfangreiche Gebietsreformen realisiert, die z.T. sogar Veränderungen des Grenzverlaufs zwischen den Ländern beinhalteten. Zur Zeit gibt es in Deutschland 13 854 Gemeinden, 323 Landkreise und 117 kreisfreie Städte.
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