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LEXIKON

Gebärmutter

Uterus
ein Abschnitt der Ausleitungswege der weiblichen Geschlechtsorgane bei verschiedenen Tieren, besonders bei Reptilien, Vögeln und Säugetieren, zwischen Eileiter und Scheide. Ursprünglich ist die Gebärmutter bei den Säugetieren doppelt vorhanden (Uterus duplex). Sie verschmilzt zunehmend (Uterus bicornis) und ist schließlich (z. B. beim Menschen) unpaar (Uterus simplex).

Gebärmutter des Menschen

Beckenorgane: Frau
Beckenrogane der Frau
Der Schnitt durch den Beckenraum zeigt die weiblichen Geschlechtsorgane.
Bei der Frau ist die Gebärmutter ein birnenförmiges, mit Schleimhaut (Endometrium) ausgekleidetes Hohlorgan. Sie besteht (von oben nach unten) aus dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri) mit dem Gebärmuttergrund (Fundus uteri), d. h. dem obersten, breitesten Teil, der Gebärmutterenge (Isthmus uteri), die durch abwärts zunehmende Verschmälerung des Corpus entsteht und in den Gebärmutterhals (Collum oder Cervix uteri) übergeht. Mit seinem untersten Teil, der Portio vaginalis uteri, ragt der Gebärmutterhals in das Scheidengewölbe hinein. An der Portio befindet sich die äußere Gebärmutteröffnung, der äußere Muttermund. An der Gebärmutterwand lassen sich 3 Schichten unterscheiden: außen der Serosa-Überzug, das Perimetrium, dann die mächtige Gebärmuttermuskulatur, das Myometrium, und innen die Gebärmutterschleimhautauskleidung, das Endometrium. An den beiden oberen Ecken münden die Eileiter in die Gebärmutterhöhle. An der Gebärmutteraußenwand setzen die die Gebärmutter haltenden Mutterbänder an. Bei der geschlechtsreifen Frau, die noch nicht geboren hat, ist die Gebärmutter etwa 67,5 cm lang, am Fundus 45,5 cm breit und 2,23 cm dick, ihr Gewicht beträgt etwa 4560 g. Die Gebärmutter liegt im kleinen Becken, im oberen Teil von einer Bauchfellfalte (Plica lata uteri) überzogen, zwischen Harnblase und Mastdarm; sie ist dabei leicht nach vorn geneigt. Die Gebärmutter dient der Aufnahme der befruchteten Eizelle, sie beherbergt und ernährt den Keim während der ganzen Schwangerschaft, und sie treibt die reife Frucht bei der Geburt aus.
Erkrankungen der Gebärmutter sind u. a.: Gebärmuttergeschwülste (gutartige: Polypen und Myome, bösartige: Gebärmutterkrebs); Endometriose, eine Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut; Gebärmuttervorfall, eine Senkung der Gebärmutter infolge Bindegewebsschwäche, sowie angeborene Gebärmuttermissbildungen.
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