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LEXIKON

Freiburg

französisch Fribourg, Hauptstadt des schweizerischen Kantons Freiburg, auf einer von der tief eingeschnittenen Saane umflossenen Halbinsel, 31 900 Einwohner; gut erhaltene mittelalterliche Innenstadt, Kathedrale St. Nicolas (13./15. Jahrhundert), Liebfrauenkirche (2. Hälfte 12. Jahrhundert), Franziskanerkirche (13. Jahrhundert); Mittelpunkt des schweizerischen Katholizismus, katholische Universität (1889); Schokoladen-, Maschinen-, Düngemittelindustrie.

Geschichte

Wahrscheinlich 1157 von Berthold IV. von Zähringen gegründet, 1218 an die Kyburger, 1277 an die Habsburger übergegangen, kam Freiburg 1452 unter savoyische Oberherrschaft, die mit den Burgunderkriegen endete. Der Kanton Freiburg entwickelte sich aus dem Kerngebiet, das der Stadtstaat Freiburg im Laufe des 13.15. Jahrhunderts erworben hatte (Alte Landschaft). Dieses wurde von der Zeit der Burgunderkriege und dem Beitritt zur Eidgenossenschaft (1481) durch Eroberungen in der savoyischen Waadt und durch den Kauf von Teilen der Grafschaft Greyerz zu einer städtischen Territorialherrschaft, die im Wesentlichen dem heutigen Kantonsgebiet entspricht. 1663 wurde Freiburg Residenz des Bischofs von Lausanne. Dem Fall der alten Ordnung und der Errichtung der Helvetischen Republik 1798 waren Jahre der Auseinandersetzung um revolutionäre Ideen vorausgegangen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzten sich die Liberalen zwar 1830 durch, konnten aber 1847 den Beitritt des Kantons (1803 gebildet) zum Sonderbund nicht verhindern und verloren 1856 die Vorherrschaft an die Konservativen, die bis 1971 dominierten.
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