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LEXIKON

fairer Handel

[fɛr-]
Fair Trade
Vermarktung von Gütern, meist Lebensmitteln (u. a. Kaffee, Tee, Kakao, Bananen) aus Entwicklungsländern, deren Herstellungsweise bestimmte soziale, z. T. auch ökologische Kriterien erfüllt. Der faire Handel soll den meist kleinbäuerlichen und genossenschaftlich organisierten Produzenten eine dauerhafte wirtschaftliche Existenz sichern und ihre Lebensbedingungen verbessern. Dies geschieht durch Garantiepreise, die meist über dem Weltmarktniveau liegen, durch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge, Vorfinanzierung der Ernten und eine Direktabnahme der Produkte. In Deutschland wird der faire Handel u. a. durch „TransFair Verein zur Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt e. V.“ (Sitz: Köln) organisiert, einem Zusammenschluss von 40 Organisationen, die „partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen“ mit den Entwicklungsländern anstreben. TransFair verkauft Unternehmen, die fairen Handel betreiben, gegen eine Lizenzgebühr das sog. TransFair-Siegel für fair gehandelte Produkte (seit 1993). Die Produkte des fairen Handels werden über Dritte-Welt-Läden, aber auch über große Einzelhandelsketten verkauft.
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