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LEXIKON

Enzensberger

Hans Magnus, deutscher Schriftsteller, * 11. 11. 1929 Kaufbeuren; Bruder von Christian Enzensberger; 19651979 Herausgeber der Zeitschrift „Kursbuch“, 19801982 Mitherausgeber der Zeitschrift „Transatlantik“, 19852005 Mitherausgeber der „Anderen Bibliothek“; mit seinen zeitkritischen und sprachvirtuosen Gedichten sowie mit seinen oft provokanten Essays, Aufsätzen, Dramen und Prosawerken analysiert er pointiert die gesellschaftspolitischen Zustände der jeweiligen Zeit und besonders die Rolle der Kultur. Gedichtbände: „Verteidigung der Wölfe“ 1957; „landessprache“ 1960; „blindenschrift“ 1964; „Leichter als Luft“ 1999; „Die Geschichte der Wolken“ 2003; „Rebus“ 2009; Essays: „Politische Brosamen“ 1982; „Ach, Europa“ 1987; „Aussichten auf den Bürgerkrieg“ 1993; „Dialoge zwischen Unsterblichen, Lebendigen und Toten“ 2004; „Album“ 2010; „Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas“ 2011; „Enzensbergers Panoptikum. Zwanzig Zehn-Minuten-Essays“ 2012; weitere Prosa: „Wo warst du, Robert“ 1998; „Hammerstein oder Der Eigensinn“ 2008; zahlreiche Auszeichnungen (u. a. Georg-Büchner-Preis 1963).
  • Erscheinungsjahr: 1957
  • Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
  • Verfasser:
    Enzensberger
    , Hans Magnus
  • Deutscher Titel: Verteidigung der Wölfe
  • Genre: Gedichtsammlung
Sozialkritische Aggressivität und Besorgnis über die fehlenden Freiräume in einer verplanten Welt kennzeichnen die unter dem Titel »verteidigung der wölfe« bei Suhrkamp in Frankfurt am Main erscheinenden Gedichte des zeit- und gesellschaftskritischen Lyrikers Hans Magnus Enzensberger (* 1929). Enzensberger setzt sich ideologie- und sprachkritisch mit den Verhältnissen in der Bundesrepublik auseinander. Der Protest richtet sich ebenso gegen Politik und Wirtschaft wie gegen die Rüstungsindustrie oder die Medienkonzerne.
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