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LEXIKON

Elsabeth I.

Elizabeth I.
Elisabeth I. (Königin von England)
Elisabeth I. (Königin von England)
Königin von England 15581603, * 7. 9. 1533 Greenwich,  24. 3. 1603 Richmond; Elisabeths Ära, in der Shakespeare lebte, religiöser und nationaler Zusammenhalt herrschte und die Renaissancekultur in England blühte, heißt nach ihr das Elisabethanische Zeitalter.

Religions- und Innenpolitik

Unter der Regierung Marias I. Tudor (der Katholischen) 1554 kurze Zeit im Tower gefangen gehalten, wurde die Tochter Heinrichs VIII. und der Anna Boleyn nach Maria Tudors Tod 1558 vom Parlament als Thronfolgerin anerkannt.
Elisabeth besaß große politische Fähigkeiten und hatte bei der Auswahl ihrer Berater eine glückliche Hand. Ihre vermittelnde Politik suchte mit Erfolg die Ansprüche von Staat, Verwaltung und Gesellschaft in Einklang zu bringen. Mit der Religionsregelung von 1559 (Supremats- und Uniformitätsakte) stellte sie die anglikanische Staatskirche wieder her, hielt aber selbst während der spanisch-katholischen Großoffensive gegen England nach 1586 an einer maßvollen Katholikenpolitik fest, die England die kontinentale Erfahrung blutiger Religionsverfolgungen ersparte. Die Hinrichtung der schottischen Königin und Thronrivalin Maria Stuart 1587 wurde vom Parlament gefordert und von Elisabeth nur zögernd zugestanden.
Richtungsweisende Sozialgesetze (Armenrecht, Gewerbeverfassung) befestigten den inneren Frieden während ihrer fast vierzigjährigen Herrschaft. Ein neues Münzsystem (1560) förderte die wirtschaftliche Entwicklung. Gegenüber dem Parlament nahm Elisabeth eine vermittelnde Haltung ein, die die Stellung der Krone wahrte, ohne das wachsende politische Gewicht des Parlaments zu vernachlässigen.
Wegen ihrer Ehelosigkeit hieß Elisabeth die „jungfräuliche Königin“. Ihre bekanntesten Günstlinge waren Lord Leicester und Lord Essex, der 1601 gegen sie rebellierte und hingerichtet wurde.

Außenpolitik

Außenpolitisch verfolgte Elisabeth zusammen mit ihrem Berater Lord Burghley eine Balancepolitik, derzufolge Englands Sicherheit durch die Fortdauer des spanisch-französischen Gegensatzes und durch die politisch-militärische Neutralisierung Schottlands und der Niederlande garantiert wurde. In diesem Sinne unterstützte Elisabeth die gegen Maria Stuart rebellierenden schottischen Barone durch Intervention in den schottischen Bürgerkrieg (1560), den Freiheitskampf der Niederlande gegen Spanien und Heinrich IV. in den religiös gefärbten Auseinandersetzungen um den französischen Thron. Heinrich IV. in den religiös gefärbten Auseinandersetzungen um den französischen Thron. Die letzten 15 Jahre der Herrschaft Elisabeths standen im Zeichen der Auseindersetzung mit Spanien, das sich durch die englische Freibeuterei (u. a. Francis Drake) provozieren ließ. Mit dem Sieg über die Armada 1588 konnte Elisabeth Englands Rolle als führende Seemacht begründen. Nachfolger Elisabeths wurde Jakob I., der Sohn Maria Stuarts.
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