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LEXIKON

Eisenhower

[-hauə]
Eisenhower, Dwight David
Dwight David Eisenhower
Dwight David, US-amerikanischer General und Politiker (Republikaner), * 14. 10. 1890 Denison, Tex.,  28. 3. 1969 Washington; erhielt 1942 den Oberbefehl über die US-Truppen auf dem europäischen Kriegsschauplatz und wurde der Leiter der Invasion in Nordafrika und Frankreich
Wir kommen als siegreiches Heer, nicht als Unterdrücker
Wir kommen als siegreiches Heer, nicht als Unterdrücker
Proklamation Nr. 1 der Militärregierung für das Kontrollgebiet des Obersten Befehlshabers der Alliierten Streitkräfte vom 3. April 1945:

An das deutsche Volk

Ich, General Dwight D. Eisenhower, Oberster Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte, gebe hiermit Folgendes bekannt:
I.
Die alliierten Streitkräfte, die unter meinem Oberbefehl stehen, haben jetzt deutschen Boden betreten. Wir kommen als siegreiches Heer, jedoch nicht als Unterdrücker. In dem deutschen Gebiet, das von Streitkräften unter meinem Oberbefehl besetzt ist, werden wir den Nationalsozialismus und den deutschen Militarismus vernichten, die Herrschaft der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beseitigen, die NSDAP auflösen sowie die grausamen, harten und ungerechten Rechtssätze und Einrichtungen, die von der NSDAP geschaffen worden sind, aufheben. Den deutschen Militarismus, der so oft den Frieden der Welt gestört hat, werden wir endgültig beseitigen. Führer der Wehrmacht und der NSDAP, Mitglieder der Geheimen Staatspolizei und andere Personen, die verdächtig sind, Verbrechen und Grausamkeiten begangen zu haben, werden gerichtlich angeklagt und, falls für schuldig befunden, ihrer gerechten Bestrafung zugeführt.
II.
Die höchste gesetzgebende, rechtsprechende und vollziehende Machtbefugnis und Gewalt in dem besetzten Gebiet ist in meiner Person als Oberster Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte und als Militär-Gouverneur vereinigt. Alle Personen in dem besetzten Gebiet haben unverzüglich und widerspruchslos alle Befehle und Veröffentlichungen der Militärregierung zu befolgen. Gerichte der Militärregierung werden eingesetzt, um Rechtsbrecher zu verurteilen. Widerstand gegen die Alliierten Streitkräfte wird unnachsichtlich gebrochen. Andere schwere strafbare Handlungen werden schärfstens geahndet.
III.
Alle deutschen Gerichte, Unterrichts- und Erziehungsanstalten innerhalb der besetzten Gebiete werden bis auf weiteres geschlossen. Dem Volksgerichtshof, den Sondergerichten, den SS-Polizei-Gerichten und anderen außerordentlichen Gerichten wird überall im besetzten Gebiet die Gerichtsbarkeit entzogen. Die Wiederaufnahme der Tätigkeit der Straf- und Zivilgerichte und die Wiedereröffnung der Unterrichts- und Erziehungsanstalten wird genehmigt, sobald die Zustände es zulassen.
IV
Alle Beamte sind verpflichtet, bis auf weiteres auf ihren Posten zu verbleiben und alle Befehle und Anordnungen der Militärregierung oder der Alliierten Behörden, die an die deutsche Regierung oder an das deutsche Volk gerichtet sind, zu befolgen und auszuführen. Dies gilt auch für die Beamten, Arbeiter und Angestellten sämtlicher öffentlicher und gemeinwirtschaftlicher Betriebe sowie für sonstige Personen, die notwendige Tätigkeiten verrichten.
. 19451948 Generalstabschef des Heeres, Ende 19501952 Befehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa. Als 34. Präsident der USA 19531961 traf Eisenhower eine Reihe weltpolitischer Entscheidungen. Der Koreakrieg wurde beendet (1953), ebenso der von Frankreich geführte Indochinakrieg (1954). Die USA und Großbritannien beschlossen, der drohenden kommunistischen Machtergreifung in Südostasien vorzubeugen (Beginn des US-amerikanischen Engagements in Vietnam). Im Nahen Osten verschlechterte sich das Verhältnis zu den Arabern wegen der Suezkrise (1956). Die Eisenhower-Doktrin änderte daran wenig (1957). Das Berlin-Ultimatum der UdSSR (1958) und ihr Entwurf eines gesamtdeutschen Friedensvertrages (1959) stellten Eisenhowers Kurs auf die Probe. Gipfelkonferenzen mit N. S. Chruschtschow (Camp David 1959) endeten mit Rückschlägen. In der Innenpolitik suchte die Regierung Eisenhower einen liberalen Kurs zu steuern, erzielte aber nur begrenzte Erfolge. Ein eng gefasstes Bürgerrechtsgesetz führte zu Rassenunruhen (1957).
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