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LEXIKON

Eine Nacht in Casablanca

  • Deutscher Titel: Eine Nacht in Casablanca
  • Original-Titel: A NIGHT IN CASABLANCA
  • Land: USA
  • Jahr: 1946
  • Regie: Archie Mayo
  • Drehbuch: Joseph Fields, Roland Kibbee, Frank Tashlin
  • Kamera: James van Trees
  • Schauspieler: Groucho, Chico und Harpo Marx, Charles Drake, Sig Ruman, Lisette Verea
In einem ihrer erfolgreichsten Filme persiflieren die Marx Brothers zeitgenössische Agententhriller à la Hitchcock, Curtiz und Hawks. Die Komiker prägen den Film durch scharfzüngigen, aggressiven Witz und eine endlose Kette von Slapstick-Einlagen.
Groucho managt unmittelbar nach Kriegsende auf seine unverwechselbar egoistische Weise ein Hotel in Casablanca. Viele seiner Gäste sind entflohene Altnazis auf der Jagd nach einer verschollenen französischen Kriegskasse. Ein französisches Liebespaar ist ebenfalls auf der Suche nach dem Geld, da der Mann für den Verbleib verantwortlich ist. Als weitere Figur wird eine verführerische Sängerin eingeführt, die den Klischees der »Schwarzen Serie« entspricht. In dieser aberwitzigen Konstellation entfaltet das Komiker-Trio seinen anarchistischen Humor. Sie besiegen die Nazis durch Cleverness und schlagen sie mit ihren eigenen Waffen. So zwingt Harpo einen deutschen Fechtmeister durch die Begrüßungsrituale in die Knie. Er wiederholt sie so oft, bis seinen Gegner die Kondition verlässt.
Der Film ist gespickt mit Anspielungen auf den überragenden Kinoerfolg der 40er Jahre, »Casablanca« (1942). Nicht nur den Ort der Handlung, sondern auch viele Filmszenen und Kulissen nutzen die Marx Brothers als Ausgangspunkt für ihren beißenden Spott. Ähnlich wie »Casablanca« wird auch »Eine Nacht in Casablanca« zum Kultfilm. In den 70er und frühen 80er Jahre erleben die Marx Brothers-Filme eine Renaissance, die viele Fernsehsender dazu veranlasst, die Filme ins Programm zu nehmen.
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