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LEXIKON

Edwards

Blake, eigentlich William Blake Crump, US-amerikanischer Filmregisseur und -produzent, * 26. 7. 1922 Tulsa, Oklahoma,  15. 12. 2010 Santa Monica, Calif.; erfolgreich mit und zeitgemäßen, gut konstruierten Komödien; Filme: „Unternehmen Petticoat“ 1959; „Frühstück bei Tiffany“ 1961; „Der rosarote Panther“ 1963; „Der Partyschreck“ 1968; „Der rosarote Panther kehrt zurück“ 1975; „Victor/Victoria“ 1982; „Blind Date“ 1987; „Der Sohn des rosaroten Panthers“ 1993 u. a.
  • Deutscher Titel: Frühstück bei Tiffany
  • Original-Titel: BREAKFAST AT TIFFANY„S
  • Land: USA
  • Jahr: 1960
  • Regie: Blake Edwards
  • Drehbuch: George Axelrod
  • Kamera: Franz Planer
  • Schauspieler: Audrey Hepburn, George Peppard
  • Auszeichnungen: Oscar 1962 für Musik und Song
Blake Edwards dreht 1960 die turbulent-melancholische Erfolgskomödie »Frühstück bei Tiffany« und etabliert sich als einer der großen Komödien-Regisseure in Hollywood. Für seine Hauptdarstellerin Audrey Hepburn wird die Rolle der Holly Golightly zu einer entscheidenden Station in ihrer Karriere.
Tiffany ist das Juwelierhaus der oberen Zehntausend. Für Holly, die täglich vor dem Gebäude ihr spärliches Frühstück einnimmt, ist es das Ziel aller Träume. Heimatstadt, Taufnamen und Ehemann hat die 18-Jährige hinter sich gelassen, um als Playgirl mit Modefrisur, Lieblingskater und 40-cm-Zigarettenspitze die New-Yorker Schickeria zu erobern. An spendierfreudigen Begleitern und extravaganten Partys fehlt es nicht, nur das Gefühl kommt ein wenig zu kurz. Nach zahllosen Verwicklungen entscheidet sich Holly gegen ihren Traum und für eine Liebesbeziehung zu einem erfolglosen Schriftsteller.
Edwards gelingt ein hintersinniger Film über die US-amerikanische Schickeria: Er setzt deren Welt elegant in Szene, stellt ihre innere Verarmung zugleich bloß.
Der Film basiert auf einer Novelle von Truman Capote, deren pessimistischer Schluss allerdings einem Happyend weichen muss.
Zu den eindrucksvollsten Szenen des Films gehört eine Party, in der Edwards eine Kunst zeigt, die später zu seinem Markenzeichen wird: Die virtuos choreographierte Abfolge von sich gleichzeitig anbahnenden Gags, deren Timing den Zuschauer aus dem Lachen nicht mehr herauskommen lässt.
Audrey Hepburn beweist in »Frühstück bei Tiffany« ihre darstellerische Vielseitigkeit. Hatte sie 1959 in Zinnemanns Film »Geschichte einer Nonne« brilliert, zeigt sie nun ihre komödiantischen Fähigkeiten.
  • Deutscher Titel: Der rosarote Panther
  • Original-Titel: THE PINK PANTHER
  • Land: USA
  • Jahr: 1963
  • Regie: Blake Edwards
  • Drehbuch: Maurice Richlin, Blake Edwards
  • Kamera: Philip H. Lathrop
  • Schauspieler: Peter Sellers, David Niven, Claudia Cardinale, Robert Wagner
Mit »Der rosarote Panther« startet Regisseur Blake Edwards eine der erfolgreichsten Komödienserien der Filmgeschichte, die Zuschauer in aller Welt mit temporeichen Gags unterhält.
Der rosarote Panther ist ein Diamant, den Inspektor Clouseau (Peter Sellers) vor dem Gentlemanverbrecher Sir Charles (David Niven), beschützen soll. Clouseau ist von seinem Scharfsinn überzeugt, manövriert sich aber in immer neue Verwicklungen. Dabei ahnt er nicht, dass ausgerechnet seine schöne Frau mit dem Gauner unter einer Decke steckt.
Bis 1978 werden noch vier »Pink-Panther«-Filme mit Peter Sellers als Clouseau gedreht. Nach Sellers Tod im Jahr 1982 montiert Blake Edwards aus alten Ausschnitten einen Gedenkfilm. Ein großer Erfolg wird auch die Zeichentrickserie »Paulchen Panther«.
  • Deutscher Titel: Victor/Victoria
  • Original-Titel: VICTOR/VICTORIA
  • Land: USA
  • Jahr: 1982
  • Regie: Blake Edwards
  • Drehbuch: Blake Edwards
  • Kamera: Dick Bush
  • Schauspieler: Julie Andrews, James Garner, Robert Preston, Lesley Ann Warren
  • Auszeichnungen: Oscar 1983 für musikalische Bearbeitung
Im Paris des Jahres 1934 sucht die Sängerin Victoria
Gran
t (Julie Andrews) erfolglos nach einem Engagement. Der Hunger treibt sie dazu, in einem Lokal die Zeche zu prellen. In dieser Situation lernt sie den Homosexuellen Toddy (Robert Preston) kennen. Er gibt ihr den Tipp, sich als Mann zu verkleiden, der vorgibt, Frauen zu imitieren. Victoria wird als Victor ein gefeierter Transvestiten-Star. Anlass zu weiteren Verwicklungen und turbulenten Verwechslungen wird die Tatsache, dass der Gangster King Marchan (James Garner) über seine Gefühle zu Victor/Victoria in Verwirrung gerät.
Dieses Remake des UFA Films »Victor und Victoria« von Reinhold Schünzel aus dem Jahr 1933 ist eine unterhaltsame Komödie voller Slapstick, in der die Hauptdarsteller durch ihre schauspielerische Leistung brillieren. Blake Edwards stellt wieder einmal seine Meisterschaft im Umgang mit komödiantischen Themen unter Beweis.
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