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LEXIKON

Dumping

[
ˈdʌm-; das; englisch
]
Preisdiskriminierung, zum Selbstkostenpreis oder gar mit Verlust getätigter Export zum Zweck der Unterbietung oder Verdrängung eines ausländischen Konkurrenten vom Absatzmarkt. Möglich, wenn der Inlandsmarkt durch Schutzzoll abgeschlossen ist und der entgangene Gewinn durch höhere Inlandspreise ausgeglichen werden kann oder wenn die Soziallasten der eigenen Industrie bewusst niedrig gehalten werden (soziales Dumping). Ein sog. Valutadumping (Währungsdumping) entsteht, wenn infolge inflationistischer Geldentwertung die Inlandspreise hinter den Auslandspreisen zurückbleiben oder wenn durch Devaluation des äußeren Geldwerts über die Anpassung der Wechselkurse an die Kaufkraftparitäten hinaus der Export staatlicherseits bewusst verbilligt wird. Praktisch am bedeutendsten ist Dumping in Form staatlicher Ausfuhrsubventionen. Internationale Organisationen wie die Welthandelorganisation, die OECD und die Europäische Union sehen Maßnahmen zur Vermeidung des Dumping zwischen den Migliedsländern und zum Schutz gegen Dumping-Praktiken dritter Länder vor.
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