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LEXIKON

Dürer

Monumentalisierung der Malerei

Standen die als Triptychon gestalteten frühen Altarbilder („Paumgartner-Altar“ 1503 (?); „Jabach-Altar“ 1504) in ihrer kleinfigurigen Komposition und naturalistischen Detailtreue noch in der Tradition der nordalpinen Spätgotik, so setzte nach der zweiten Italienreise eine Monumentalisierung des Bildaufbaus ein, der von der statuarischen Präsenz der Figuren geprägt ist („Das Rosenkranzfest“ 1506; „Adam und Eva“ 1507; „Allerheiligenbild“ 1511). Trotz der vor allem von der venezianischen Malerei (G. Bellini, Giorgione, Tizian) angeregten Leuchtkraft des warmen Kolorits blieb die Dominanz der Linie stets gewahrt. Die physische Vergegenwärtigung der Dargestellten erreichte in Dürers letztem Gemälde ihren eindrucksvollen Höhepunkt („Die vier Apostel“ 1526).
  1. Einleitung
  2. Aufbruch in die Neuzeit
  3. Emanzipation der Grafik
  4. Monumentalisierung der Malerei
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