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LEXIKON

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

  • Deutscher Titel: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
  • Original-Titel: DR. JEKYLL AND MR. HYDE
  • Land: USA
  • Jahr: 1932
  • Regie: Rouben Mamoulian
  • Drehbuch: Samuel Hoffenstein, Percy Heath, nach einem Roman von Robert Louis Stevenson
  • Kamera: Karl Struss
  • Schauspieler: Fredric March, Miriam Hopkins, Rose Hobart, Holmes Herbert
  • Auszeichnungen: Publikumspreis Filmfestival Venedig 1932 und Oscar 1932 für Hauptdarsteller (Fredric March)
Rouben Mamoulians Horrorfilm »Dr. Jekyll and Mr. Hyde« gilt als eine der besten der insgesamt über 50 Verfilmungen der gleichnamigen Erzählung von Robert Louis Stevenson aus dem Jahr 1886.
Der geachtete Londoner Arzt Dr. Jekyll (Fredric March) entwickelt ein Verfahren, die gute und die böse Seite einer Persönlichkeit zu trennen. Im Selbstversuch verwandelt er sich in den unberechenbaren und gewalttätigen Mr. Hyde. Als sein böses Ich ein Straßenmädchen ermordet, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Mamoulian inszeniert diese Geschichte als Parabel auf das Verhältnis von Natur und Zivilisation. Er verzichtet dabei auf moralische Verurteilungen. Neben der schauspielerische Leistung von Fredric March beeindrucken vor allem die Einfälle der Regie und der Kameraführung: Mamoulian lässt erstmals die Kamera um 360 Grad schwenken, um so das Schwindelgefühl seines Hauptdarstellers im Moment der Verwandlung nachvollziehbar zu machen. Die subjektive Kamera ermöglicht ebenfalls ein Höchstmaß an Identifizierung. Bei seinem ersten Auftritt erscheint Dr. Jekyll z.B. als Spiegelbild. Die viel beachtete Verwandlungsszene vom Arzt zum Monster entsteht mit Hilfe von Farbfiltern, die nacheinander verschiedenfarbige Maskenschichten sichtbar machen. Auf diese Weise werden die bei ähnlichen Szenen bis dahin üblichen Schnitte vermieden.
Weitere Bearbeitungen des Jekyll-und-Hyde-Stoffes sind u.a. ein gleichnamiger Film mit Spencer Tracy und Ingrid Bergman als Straßenmädchen, den Victor Fleming 1941 dreht und »Das Testament des Dr. Cordelier« (1959) von Jean Renoir mit Jean-Louis Barrault.
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