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LEXIKON

Dieterle

William, eigentlich Wilhelm Dieterle, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler deutscher Herkunft, * 15. 7. 1893 Ludwigshafen,  8. 12. 1972 Ottobrunn bei München; zunächst Schauspieler bei M. Reinhardt, kam durch E. A. Dupont zum Film; arbeitete seit 1930 in Hollywood und hatte besonders mit biographischen Filmen Erfolg; seit Ende der 1950er Jahre wieder in Deutschland leitete er von 1960 bis 1965 die Festspiele in Bad Hersfeld; Filmregie bei „Die Heilige und ihr Narr“ 1928; „Louis Pasteur“ 1935; „Das Leben des Emile Zola“ 1937; „Der Glöckner von Notre Dame“ 1939; „Vulcano“ 1950; „Salome“ 1953 u. a.
  • Deutscher Titel: Der Glöckner von Notre Dame
  • Original-Titel: THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME
  • Land: USA
  • Jahr: 1939
  • Regie: William Dieterle
  • Drehbuch: Sonya Levien, Bruno Frank
  • Kamera: Joseph H. August
  • Schauspieler: Charles Laughton, Maureen O„Hara, Cedric Hardwicke, Thomas Mitchell
Charles Laughton spielt den missgestalteten Quasimodo in William Dieterles Hugo-Verfilmung »Der Glöckner von Notre Dame«.
Der Glöckner Quasimodo ist seinem Herrn, dem Erzdiakon Frollo von Notre Dame, treu ergeben. Als Frollo aber aus Hexenwahn und enttäuschter Zuneigung das Zigeunermädchen Esmeralda (Maureen O„Hara) auf den Scheiterhaufen bringt, rächt Quasimodo das Mädchen, das bei ihm Zuflucht gefunden hatte, und tötet Frollo.
In eindringlichen Bildern, die an die Kammerspiel-Atmosphäre in deutschen Stummfilmen erinnern, und stimmig eingefangenem Zeitkolorit schafft Dieterle ein Meisterwerk, das die frühere Fassung von Wallace Worsley (1923) und die nachfolgende Verfilmung von Jean Delannoy (1956) überragt. Unvergessen bleibt Charles Laughton, der bei aller Hässlichkeit viel menschliche Wärme ausstrahlt.
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