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LEXIKON

Die 120 Tage von Sodom

  • Deutscher Titel: Die 120 Tage von Sodom
  • Original-Titel: SALÒ O LE 120 GIORNATE DI SODOMA
  • Land: Italien
  • Jahr: 1975
  • Regie: Pier Paolo Pasolini
  • Drehbuch: Pier Paolo Pasolini, Sergio Citti
  • Kamera: Tonino Delli Colli
  • Schauspieler: Paolo Bonacelli, Aldo Valetti, Giorgio Cataldi, Sonia Saviange
Pasolinis letzter Film »Die 120 Tage von Sodom« löst einen derartigen Skandal aus, wie zuvor wohl nur Buñuels »Ein andalusischer Hund« (1928). Der Regisseur inszeniert ein Schreckensspektakel, das in seiner Grausamkeit und Inhumanität ohne Beispiel ist. Schon in seiner »Trilogie des Lebens« (»Decameron«, 1970, »Pasolinis tolldreiste Geschichten«, 1972, »Erotische Geschichten aus 1001 Nacht«, 1974) hatte er auf Werke der klassischen erotischen Literatur zurückgegriffen; »Die 120 Tage« folgt einem Roman von Marquis de Sade.
Pasolini siedelt die Handlung im Italien der Jahre 1944/45 an, wo Jugendliche von der Straße entführt und in eine Villa gebracht werden. Dort suchen sich vier adlige Herren acht Jungen und Mädchen für eine Orgie aus. Für die Jugendlichen beginnen qualvolle und perverse Rituale, von der sexuellen Erniedrigung bis zum Essen ihrer eigenen Exkremente. Schließlich werden sie von den Herren zu Tode gefoltert. In vielen Ländern, so auch im Entstehungsland Italien, wird der Film verboten. In der Bundesrepublik wird der Film im Februar 1976 freigegeben. Pasolini erlebt die Uraufführung in Paris nicht mehr drei Wochen vorher wird er ermordet.
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