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LEXIKON

Dickenwachstum

Wachstumsvorgänge bei Pflanzen; 1. Dickenwachstum der Zellwand, Appositionswachstum, die Anlagerung zusätzlicher Substanz (besonders Polysaccharide) an vorhandene Zellwände. 2. Dickenwachstum der Sprossachsen, Massenzunahme von Spross und Wurzeln, die aus der krautigen Wuchsform bis hin zu Bäumen und Sträuchern führen kann. Primäres Dickenwachstum findet sich bei fast allen Monokotyledonen (Gräser, Palmen). Die Gewebebildung erfolgt durch einen von Beginn an tätigen Meristemmantel (Bildungsgewebe) an der Sprossspitze. Bei Nacktsamern (Kiefer, Tanne) und Dikotyledonen (Buche, Lorbeer) wird das primäre Dickenwachstum von dem sekundären Dickenwachstum abgelöst. Bei den Holzgewächsen erfolgt so der Zuwachs an Leit- und Festigungsgewebe, hervorgerufen durch eine bis zum Tode fortgesetzte Teilungsaktivität des Kambiums. Somit ist das sekundäre Dickenwachstum verantwortlich für die Bildung von Holz.
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