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LEXIKON

Dessau-Roßlau

kreisfreie Stadt in Sachsen-Anhalt, an der Mündung der Mulde in die Elbe, 91 200 Einwohner; Umweltbundesamt; Hochschule Anhalt; Anhaltisches Theater, Kurt-Weill-Festspiele, Mendelssohn-Zentrum; Anhaltische Galerie (Schloss Georgium, 1781), Anhaltisches Museum (Schloss Mosigkau, 17521757); in Dessau und Umgebung zahlreiche Schlösser (18. und 19. Jahrhundert) mit Parkanlagen (Dessau-Wörlitzer Gartenreich, Weltkulturerbe seit 2000). Dessau wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört; wieder aufgebaut wurden Georgenkirche (1712), Johanniskirche (1690), Bauhaus (1925/26 von W. Gropius wie auch die Meisterhäuser; Weltkulturerbe seit 1996); im Stadtteil Roßlau Wasserburg (um 1000, im 16. Jahrhundert zum Schloss umgebaut, 1836 erneuert). Zu den Industriezweigen von Dessau-Roßlau gehören Stahlbau, Fahrzeugbau, Backwarenindustrie, bis 1945 Flugzeug- und Motorenwerke Junkers (heute Flugplatz und Technikmuseum); Elbhafen, Verkehrsknotenpunkt. Dessau war ursprünglich eine slawische Siedlung, erste urkundliche Erwähnung 1213, bis 1918 Residenz des Herzogtums Anhalt, bis 1946 Hauptstadt von Anhalt. Roßlau wurde 1215 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1603 Stadtrechte. Dessau-Roßlau ist 2007 durch Zusammenschluss der Städte Dessau und Roßlau (Elbe) entstanden.
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