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LEXIKON

Der letzte Mann

  • Deutscher Titel: Der letzte Mann
  • Original-Titel: Der letzte MANN
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1924
  • Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
  • Drehbuch: Carl Mayer
  • Kamera: Karl Freund, Robert Baberske
  • Schauspieler: Emil Jannings, Maly Delschaft, Hans Unterkircher, Max Hiller, Hermann Vallentin, Emilie Kurz
Friedrich Wilhelm Murnau, neben Ernst Lubitsch und Fritz Lang einer der großen deutschen Filmregisseure, rührt mit seinem Werk »Der letzte Mann« in Berlin die Zuschauer.
Ein alternder Hotelportier (Emil Jannings), der von der Direktion zum Toilettenwärter degradiert wird, verschweigt dies zu Hause und in der Nachbarschaft, wo man ihn als Vertreter der großen Welt bewundert. Zur Hochzeit seiner Tochter stiehlt er noch einmal seine Portiersuniform. Als der Betrug aufgedeckt wird, bricht der letzte Rest seiner Selbstachtung zusammen. Durch eine überraschende Wendung wird der »letzte Mann« aber zum Ersten: Ein Hotelgast stirbt in seinen Armen und vermacht ihm sein Vermögen.
Murnaus Film ist als eine psychologische Studie angelegt, die den subjektiven Blickwinkel des Helden nie überschreitet. Auch die Kamera stellt sich in den Dienst dieser Absicht: In den Szenen, in denen der »letzte Mann« sich stark fühlt, ist er häufig mit dem Blick von unten nach oben aufgenommen, als Toilettenwärter erscheint er dagegen statuesk und schemenhaft, fast körperlos.
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