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LEXIKON

Degeneratin

Biologie
[
lateinisch
]
1. individualgeschichtlich (ontogenetisch): Umwandlungen einzelner Zellen und Organe von Organismen, die zur Minderung der Leistungsfähigkeit führen, z. B. Alterungsprozesse und natürlicher Verschleiß. Die Degeneration ist dabei individuell verschieden stark ausgeprägt, aber nicht krankhaft. 2. Abstammungslehre: die Rückbildung differenzierter Organisationsformen zu einfacheren. Auch das Entstehen neuer Baupläne (z. B. von Säugetieren oder Vögeln aus Reptilien) ist ohne Degeneration der vorhandenen nicht möglich. Evolution, Species. 3. Genetik: teilweiser oder totaler Verlust von Erbeigenschaften (Gen) des ursprünglichen Typus. Degeneration manifestiert sich am deutlichsten in Erbkrankheiten (Körper- und Stoffwechselanomalien), z. B. nach Inzucht (Haustierrassen, isolierte Bevölkerung) oder Strahlenschädigungen (radioaktive Verseuchung). Grundsätzlich kann jede differenzierte Eigenschaft (Organe, Instinkte) von Organismen degenerieren, wenn mehrere Generationen sie nicht in der Auseinandersetzung mit der Umwelt zum Überleben brauchen (Selektion, Darwinismus).
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