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LEXIKON

Debye-Scherrer-Verfahren

[dəˈbɛjə-; nach P. J. W. Debye und P. H. Scherrer]
Methode zur Strukturuntersuchung von kristallinen, pulverförmigen Stoffen mit Röntgenstrahlen: Der Stoff wird zu einem Stäbchen gepresst, im Mittelpunkt eines zylindrisch gebogenen Films aufgestellt und mit einer eng ausgeblendeten Röntgenstrahlung einer festen Wellenlänge bestrahlt. Einzelne der verschieden orientierten Kristallite stehen nun so, dass die Bedingung für eine Röntgenstrahl-Reflexion an den Kristallgitterebenen erfüllt ist. Die reflektierten Strahlen liegen auf Kegelmänteln und werden auf dem Film als konzentrisch liegende geschwärzte Ringe mit dem einfallenden Röntgenstrahl als Achse abgebildet. Aus der Lage und der Intensität der Ringe lässt sich die Kristallstruktur berechnen.
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