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LEXIKON

Cukor

[
ˈkju:-
]
George, US-amerikanischer Filmregisseur ungarischer Herkunft, * 7. 7. 1899 New York,  24. 1. 1983 Los Angeles; zeichnete sich durch die geschickte Umsetzung literarischer Vorlagen aus; Filme u. a. „Die Kameliendame“ 1936 (mit G. Garbo); „Ein neuer Stern am Himmel“ 1954; „Wild ist der Wind“ 1957; „My Fair Lady“ 1964; „Der blaue Vogel“ 1975.
  • Deutscher Titel: Die Kameliendame
  • Original-Titel: CAMILLE
  • Land: USA
  • Jahr: 1936
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Zoe Akins, James Marion, James Hilton, nach dem Roman von Alexandre Dumas d.J.
  • Kamera: Karl Freund, William H. Daniels
  • Schauspieler: Greta Garbo, Robert Taylor, Lionel Barrymore, Henry Daniell, Elizabeth Allan
Die Halbweltdame Marguerite Gautier (Greta Garbo) hat viele Verehrer, unter ihnen der Landedelmann Armand Duval (Robert Taylor). Er bleibt ihr auch treu, als sie lungenkrank darniederliegt. Aber erst, als er ins Ausland abreisen will, erkennt Marguerite ihrerseits, dass sie ihn liebt. Armand will sie heiraten, doch sein Vater (Lionel Barrymore) beschwört Marguerite, seinen Sohn loszulassen. Sie hält ihr Versprechen und verzichtet auf den Mann ihres Herzens. Bald macht die Lungenkrankheit ihrem Leben ein Ende, aber sie stirbt in den Armen ihres Geliebten. George Cukors Verfilmung des Romans von Alexandre Dumas d.J. zeigt die Garbo in einer ihrer besten Rollen, weil sie die Gelegenheit hat, eine Frau darzustellen, die an den gesellschaftlichen Ehrbegriffen des 19. Jahrhunderts zugrunde geht.
  • Deutscher Titel: Ein neuer Stern am Himmel
  • Original-Titel: A STAR IS BORN
  • Land: USA
  • Jahr: 1954
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Moss Hart
  • Kamera: George J. Folsey
  • Schauspieler: Judy Garland, James Mason, Jack Carson
Die Sängerin Esther (Judy Garland) wird ein berühmter Hollywood-Musical-Star. Ihr Mann Norman (James Mason), ebenfalls Schauspieler, hat schon den Höhepunkt seines Ruhms hinter sich. Die Ehe der beiden droht an dieser Konstellation zu zerbrechen, zumal Norman auch noch das Trinken beginnt. Als er unmittelbar nach einem Neuanfang der beiden einen tödlichen Schwimmunfall erleidet, bleibt Esther stark: Trotz ihres Schmerzes stellt sie sich auf die Bühne und singt.
Judy Garland hat mit dieser Rolle ein glänzendes Come-back, da sie hier neben ihrem gesanglichen auch ihr schauspielerisches Talent zeigen kann. George Cukors Remake des gleichnamigen Films von William Wellman (1937) ist das bis dahin teuerste Projekt der Warner Brothers.
  • Deutscher Titel: Wild ist der Wind
  • Original-Titel: WILD IS THE WIND
  • Land: USA
  • Jahr: 1957
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Arnold Schulman
  • Kamera: Charles Lang
  • Schauspieler: Anna Magnani, Anthony Quinn, Anthony Franciosa
  • Auszeichnungen: Filmfestspiele Berlin 1958 für Darstellerin (Anna Magnani)
Ein Farmer (Anthony Quinn) in Nevada heiratet zum zweiten Mal. Seine neue Frau ist die Italienerin Gioia (Anna Magnani). Sie stellt sehr bald fest, dass ihr Mann sich innerlich noch nicht von seiner verstorbenen ersten Frau gelöst hat. An der Tatsache, dass sie gegen ein imaginäres Vorbild ankämpfen muss, droht sie zu verzweifeln. Bei ihrer Suche nach einer Lösung des Problems landet sie in den Armen eines jungen Mannes, findet jedoch heraus, dass ihr diese Beziehung auf die Dauer auch nicht weiterhilft.
Regisseur George Cukor, der als Komödienspezialist einen Namen hat, beweist in diesem Melodram seine Fähigkeit, Schauspieler einfühlsam und exakt zu führen. Die Geschichte rankt sich, wie bei einer Reihe von Cukor-Filmen aus den Jahren 1947 bis 1953 (z.B. »Ehekrieg«, 1949), um das Schicksal einer Frau, die eine Identitätskrise bewältigen muss.
  • Deutscher Titel: My Fair Lady
  • Original-Titel: MY FAIR LADY
  • Land: USA
  • Jahr: 1964
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Alan Jay Lerner, nach einem Bühnenstück von George Bernard Shaw
  • Kamera: Harry Stradling
  • Schauspieler: Audrey Hepburn, Rex Harrison, Stanley Holloway, Gladys Cooper
  • Auszeichnungen: Oscars 1965 für Film, Regie, Hauptdarsteller (Rex Harrison), Kamera, Ausstattung Kostüme, musikalische Bearbeitung, Ton
Der Film zum erfolgreichsten Musical aller Zeiten, »My Fair Lady«, spielt schon bald nach der Uraufführung im Oktober 1964 mehr als das Doppelte der Produktionskosten (17 Mio. Dollar) ein.
Trotz Glamour und Gesang enthält der Film noch viel von der Satire des Bühnenstücks. Der exzentrische Sprachforscher Professor Higgins wettet, dass er aus dem einfachen Blumenmädchen Eliza Doolittle durch »gute« Sprache eine Dame machen kann. Nach kuriosen Rückschlägen gelingt ihm das tatsächlich, Eliza wird als vollendete Lady bewundert. Dies liegt natürlich auch an ihrem Charme, von dem nur Higgins nichts zu merken scheint. Erst als die Heirat mit dem Dandy Freddy droht, erkennt er, dass sie die Frau fürs Leben ist.
Rex Harrison spielt im Film seine Bühnenrolle (Professor Higgins), Audrey Hepburn die Eliza.
  • Deutscher Titel: Der blaue Vogel
  • Original-Titel: THE BLUE BIRD
  • Land: USA
  • Jahr: 1975
  • Regie: George Cukor
  • Drehbuch: Hugh Whitemore, Alfred Hayes, nach einem Bühnenstück von Maurice Maeterlinck
  • Kamera: Freddie Young
  • Schauspieler: Elizabeth Taylor, Jane Fonda, Ava Gardner, Cicely Tyson, Robert Morley
George Cukor, der in den 50er und 60er Jahren durch erfolgreiche Musicals (»Ein neuer Stern am Himmel«, 1954, »My fair Lady«, 1964) von sich reden machte, verfilmt das Märchen des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck. Er ist damit der dritte Regisseur nach Maurice Tourneur (1918) und Walter Lang (1940) , der sich mit wenig Erfolg dem mystischen Stoff Maeterlincks zu nähern versucht. Trotz der aufwändigen Inszenierung, einem großen Staraufgebot und Originalaufnahmen in Leningrad wird der Film ein totaler Misserfolg an den Kinokassen; der Streifen geht aber als erste amerikanisch-sowjetische Koproduktion in die Filmgeschichte ein.
Erzählt wird die Geschichte zweier Kinder, die auf der Suche nach dem blauen Vogel sind, dem Sinnbild für Glück und Erkenntnis.
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