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LEXIKON

Crescentier

[
-ˈtsɛn-
]
römisches Adelsgeschlecht, das im 10. und 11. Jahrhundert zeitweise großen Einfluss in Rom und auf die Päpste hatte und mit Johannes XIII. (965972) ein Mitglied der Familie auf den päpstlichen Stuhl brachte. Crescentius de Theodora, mitschuldig an der Ermordung Benedikts VI., starb 984 als büßender Mönch. Sein Sohn Johannes Nomentanus Crescentius beherrschte als Patrizius Rom, vertrieb die kaiserlichen Päpste und erhob Gegenpäpste; Otto III. ließ ihn hinrichten. Nach Ottos III. Tod (1002) übte der letzte Crescentier von Bedeutung, Johannes der Jüngere ( 1012), für ein Jahrzehnt als Patrizius die Herrschaft über Rom aus.
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