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LEXIKON

Cppola

[
ˈkɔ:polə
]
Francis Ford, US-amerikanischer Filmregisseur, -autor und -produzent, * 7. 4. 1939 Detroit; einer der künstlerisch erfolgreichsten Vertreter des neuen Hollywoodkinos; Filme u. a.: „Der Pate I“ 1972; „Der Pate II“ 1974; „Apocalypse Now“ 1979; „Der Pate III“ 1990; „Der Regenmacher“ 1997; „Youth without Youth“ 2007; „Tetro“ 2009.
Coppola, Francis Ford
Francis Ford Coppola
  • Deutscher Titel: Der Pate Teil II
  • Original-Titel: THE GODFATHER, PART II
  • Land: USA
  • Jahr: 1974
  • Regie: Francis Ford Coppola
  • Drehbuch: Francis Ford Coppola, Mario Puzo, nach einem Roman von Mario Puzo
  • Kamera: Gordon Willis
  • Schauspieler: Al Pacino, Robert Duvall, Diane Keaton, Robert De Niro
  • Auszeichnungen: Oscars 1975 für Film, Regie, Nebendarsteller (Robert De Niro), Drehbuch, Musik und Ausstattung
Coppolas Fortsetzung des kassenträchtigen »Paten« (1971) ist eines der wenigen Beispiele der Filmgeschichte, in der eine Fortsetzung künstlerisch und kommerziell mit seinem Vorgänger konkurrieren kann. Seit 1945 hat kein Fortsetzungsfilm einen Oscar gewonnen; »Der Pate Teil II« erhält gleich sechs Auszeichnungen: Stilechte Fortführung des ersten Teils und hohe künstlerische Qualität rechtfertigen die erneute Preisflut.
Teil II befasst sich mit der Vorgeschichte des Mafia-Clans als auch mit seiner weiteren Entwicklung: In Rückblenden zeigt er den Aufstieg des jungen Vito Corleone (Robert De Niro) zum Paten. Die zweite Handlungsebene befasst sich mit Michael Corleone (Al Pacino), der nach dem Tod seines Vaters auf brutalste Art die Geschäfte übernimmt. Dennoch verzichtet der Film auf übermäßig harte Gewaltszenen, legt vielmehr Wert auf eine psychologische Charakterzeichnung der Figuren.
  • Deutscher Titel: Apocalypse Now
  • Original-Titel: APOCALYPSE NOW
  • Land: USA
  • Jahr: 1979
  • Regie: Francis Ford Coppola
  • Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola, nach einem Roman von Joseph Conrad
  • Kamera: Vittorio Storaro
  • Schauspieler: Martin Sheen, Marlon Brando, Robert Duvall, Dennis Hopper
  • Auszeichnungen: Goldene Palme Filmfestspiele Cannes 1979 für Film; Oscars 1980 für Kamera und Ton
Auf dem Filmfestival in Cannes präsentiert Francis Ford Coppola seinen noch unfertigen Vietnam-Film »Apocalypse Now« als »work in progress«, erntet dafür aber bereits herausragende Kritik. Captain Willard (Martin Sheen) erhält vom CIA in Saigon den Spezialauftrag, einen offenbar wahnsinnig gewordenen Colonel (Marlon Brando) zu liquidieren. Dieser hat sich im Dschungel von Kambodscha ein eigenes Reich geschaffen, in dem er sich wie ein Gott verehren lässt und einen Privatkrieg mit unvorstellbarer Grausamkeit führt.
Willards Reise flussaufwärts durch das Kriegsgebiet verdichtet sich immer mehr zu einem Alptraum in leuchtenden Farben, Coppola bleibt in der irritierenden Schwebe zwischen Entlarvung und Mystifizierung des Krieges. Er mischt Satire mit überwältigenden Farborgien, zeigt Napalmbrände zu den Klängen der »Doors«, Hubschrauberangriffe zu Wagners »Walkürenritt«, surfende GIs im Gefechtsfeuer und Playgirls auf der Dschungelbühne. Das Ganze wirkt wie ein Drogenrausch, in dem die Apokalypse aber stets gegenwärtig ist abstoßend und faszinierend zugleich.
Das Projekt drohte mehrfach zu scheitern: Die Kosten explodierten von 13 auf über 30 Mio. Dollar, Marlon Brando war so fett geworden, dass Coppola deshalb das Drehbuch änderte, ihn nur noch im Halbdunkel zeigte und teilweise doubeln ließ, Hauptdarsteller Martin Sheen bekam einen Herzinfarkt, und der Taifun »Olga« zerstörte die Dekorationen und große Teile der Ausrüstung. Um sein Werk überhaupt zu Ende führen zu können, haftete Coppola schließlich mit seinem Privatvermögen.
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