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LEXIKON

Compactdisc

[
die; englisch
]
Abkürzung CD, digitaler optischer Festspeicher in Form einer mit Aluminium beschichteten, kreisrunden Scheibe aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 12 (CD-LP) bzw. 8 cm (CD-Single) und einer Dicke von 1,2 mm, meist als Tonträger verwendet. Das digitalisierte Musiksignal sowie Zusatzinformationen für die Trennung der Stereokanäle und die Lage und Anzahl der Musikstücke sind als eine spiralförmig verlaufende, dichte Folge kleiner Vertiefungen (Breite 0,5 μm, Tiefe 0,1 μm, Länge etwa 1 bis 3 μm, Spurenabstand 1,6 μm), sog. Pits, gespeichert. Sie werden im Abspielgerät berührungslos mit dem fokussierten Strahl eines Halbleiterlasers abgetastet, zum ursprünglich analogen stereophonen Musiksignal rekonstruiert und nach Verstärkung über Lautsprecher abgestrahlt. Die maximale Spieldauer einer CD-LP beträgt etwa 75 min. Vorteile der CD im Vergleich zur Schallplatte sind u. a. vergrößerte Dynamik, praktische Rauschfreiheit und Verschleißfreiheit. Die aus der CD weiterentwickelte CD-ROM (CD-Read Only Memory) bietet als Datenspeicher eine Kapazität von 682 MByte (über 300 000 DIN-A4-Seiten). Auf einer CD-I (CD-Interactive) können gleichzeitig Daten, Audio- und Videoinformationen gespeichert werden. Die CD-R (CD-Recordable) ist z. B. für Archivierungszwecke geeignet, da sie sich vom Nutzer selbst ein Mal mit einem speziellen CD-ROM-Laufwerk beschreiben lässt. Dagegen lässt sich die CD-RW (CD-Rewritable) durch ein magneto-optisches Verfahren immer wieder beschreiben. Das System der Photo CD wurde 1992 eingeführt, um Farbbilder von Dia, Negativ oder Papierauszug in höchster Qualität zu digitalisieren und verlustfrei zu speichern. Bis zu 100 Bilder können auf einer Photo-CD originalgetreu und farbverbindlich z. B. für die Bearbeitung im Computer oder den Druck verfügbar gemacht werden. Eine Weiterentwicklung der Compactdisc ist die DVD.
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