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LEXIKON

chrnische Polyarthrtis

[
die; griechisch
]
auch rheumatoide Arthritis genannt; häufigste entzündliche Gelenkerkrankung aus der Gruppe der rheumatischen Erkrankungen; eine Autoimmunkrankheit mit lang andauernden („chronischen“), meist in Schüben verlaufenden Entzündungen vieler Gelenke („Polyarthritis“). Je nach Schwere und Aktivität der Erkrankung bzw. unbehandelt verläuft diese langsam fortschreitend und führt zu einer Zerstörung der Gelenke und damit von deren Funktion. Typisch ist der oft schon in der Anfangsphase erkennbare symmetrische Befall der Fingergrund-, -mittel- und Handgelenke, die schmerzhaft geschwollen und oft überwärmt sind. Bei zunehmender Gelenkzerstörung kann es zu einer charakteristischen Fehlstellung der Finger und Hände kommen, was mitunter deutliche Behinderungen im Alltag der Patienten zur Folge hat. Frauen erkranken häufiger als Männer (Verhältnis etwa 3:1). Im Blut der Patienten mit chronischer Polyarthritis finden sich Entzündungszeichen, die gut mit der Krankheitsaktivität korrelieren, und in rund 80% der sog. „Rheumafaktor“, ein Antikörper, der gegen körpereigene Eiweiße, die selber wiederum natürliche Antikörper darstellen, gerichtet ist. In der medizinischen Behandlung wird unterschieden zwischen physikalischer, operativer und medikamentöser Therapie, die sich je nach Krankheitsbild in unterschiedlicher Weise sinnvoll ergänzen. Patienten finden Hilfe in der Deutschen Rheumaliga e. V.
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