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LEXIKON

Christenverfolgungen

Christenverfolgung in Rom
Christenverfolgung in Rom
Tacitus (um 55120) berichtet in seinen Annalen über die Verfolgung von Christen nach dem Brand Roms im Jahr 64:

... man war überzeugt, der Brand sei auf Befehl gelegt worden. Um also dieses Gerede aus der Welt zu schaffen, schob Nero die Schuld auf andere und bestrafte sie mit den ausgesuchtesten Martern. Es waren jene Leute, die bei der ungebildeten Menge Christianer [Biedermänner] heißen, obwohl sie sich durch ihr skandalöses Verhalten mehr als unbeliebt gemacht hatten. Dieser Name kommt von Christus, der unter Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war ...

Zu ihrer Hinrichtung wurde auch noch ein grausiges Spiel mit ihnen getrieben; in Tierfelle eingenäht wurden sie von den Hunden zerrissen und nach Einbruch der Dunkelheit als nächtliche Fackeln abgebrannt."
zunächst die vom römischen Staat ausgegangenen Verfolgungen des Christentums, besonders unter den Kaisern Nero, Decius, Valerian und Diocletian. Die Duldung des Christentums durch das Edikt von Mailand 313 brachte das Ende der Christenverfolgungen im Römischen Reich. Im Mittelalter fanden Christenverfolgungen seitens heidnischer Völker, wie Slawen und Normannen, sowie des Islams bei seinem Vordringen in Europa statt. Die Neuzeit erlebte Christenverfolgungen infolge des Totalitätsanspruchs nationalistischer oder bolschewistischer Bewegungen.
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