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LEXIKON

Christentum

Fundamente der christlichen Lehre

Die religiöse Überzeugung des einzelnen Christen ist im wesentlichen der Glaube an einen persönlichen, dreieinigen Schöpfergott, an die Sündhaftigkeit des Menschen und seine Erlösung durch Christus, der der Welt Gott als liebenden Vater offenbarte und sich selbst als Sühneopfer für die menschliche Schuld darbrachte. Damit verbunden ist die Unterwerfung unter die Gebote Gottes, die sich in der Heiligen Schrift oder unmittelbar in mystischen Erlebnissen kundtun, oft auch unter die Autorität der Kirche. Die Erlösung des Einzelnen geschieht aus göttlicher Gnade; ob der Mensch zu ihr beitragen kann, ist umstritten. Sie gipfelt im vollkommenen Glück der ewigen Anschauung Gottes nach dem Tode bzw. der Auferstehung. Umgekehrt gibt es für den Bösen eine ewige Strafe in der Hölle.
Heilige Schrift und geistiges Fundament der Christen ist die Bibel. Leben und Lehre Jesu sowie die mit seinem Kommen, seinem Opfertod am Kreuz, seiner Auferstehung und Wiederkunft am Jüngsten Tag verbundene Heilsbedeutung sind Inhalt des Neuen Testaments. In der fast 2000-jährigen Geschichte haben sich die verschiedensten Bekenntnisse und Konfessionen gebildet, deren Unterschiede wesentlich Ursache in der abweichenden Auslegung der Bibel und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen für Glaubensgrundsätze und kultische Handlungen haben.
  1. Einleitung
  2. Fundamente der christlichen Lehre
  3. Gemeinsame Glaubensinhalte und Riten
  4. Die drei großen Kirchen
  5. Geschichte des Christentums
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