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LEXIKON

Chahine

[
ʃaˈin
]
Youssef, ägyptischer Filmregisseur, * 25. 1. 1926 Alexandria,  27. 7. 2008 Kairo; studierte in den 1940er Jahren im kalifornischen Pasadena Film und Dramaturgie. Chahine arbeitete seit 1950 als Regisseur und wurde international bekannt durch den Film „Himmel und Hölle“ (1954) mit Omar Sharif. In seinen ersten Werken, die vom Neorealismus geprägt sind, vermischen sich sozialkritische Impulse mit Ideen des Panarabismus. Nach Auseinandersetzungen mit Zensur und Bürokratie lebte Chahine 19651967 in Beirut. In der Folgezeit politisierte sich sein Schaffen unter dem Eindruck des eskalierenden Nahostkonfliktes. Seit Ende der 1970er Jahre dominierten in seinen Werken autobiografische Sichtweisen, ohne dass die kritische Auseinandersetzung mit den sozialen und politischen Verhältnissen Ägyptens vernachlässigt wurde. Chahine, der auch als Schauspieler und Produzent arbeitete, avancierte mit seinen Filmen zur führenden Gestalt des arabischen Kinos.
Filme u. a.: „Tatort ... Hauptbahnhof Kairo“ 1958; „Sultan Saladin“ 1963; „Die Erde“ 1969; „Die Wahl“ 1970; „Der Sperling“ 1972; „Alexandria ... warum?“ 1978; „Eine ägyptische Geschichte“ 1982; „Für immer Alexandria“ 1990; „Der Emigrant“ 1994; „Der Andere“ 1999; „Alexandria ... New York“ 2004; „Chaos“ 2007.
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